Kyler Murray / Arizona Cardinals

  • Patrick Mahomes: 2017 in der 1. Runde gedraftet, 2018 MVP und Fantasy Football QB1
  • Lamar Jackson: 2018 in der 1. Runde gedraftet, 2019 MVP und Fantasy Football QB1
  • Kyler Murray: 2019 in der 1. Runde gedraftet, 2020 MVP und Fantasy Football QB1 ?

Soweit wollen wir mit unserer Prognose nicht gehen. Dennoch stehen die Vorzeichen bei Murray gut. Die Statistiken am Ende seiner Rookie-Saison können sich sehen lassen: 3.722 Passing Yards mit 20 TDs (12 INTs), dazu 544 Rushing Yards mit weiteren vier TDs. Murray ist somit neben Cam Newton der einzige QB der NFL-Geschichte, der in seiner ersten Saison mehr als 3.500 Yards Passing und 500 Yards Rushing abliefern konnte. Mehr als genug, um sich den Titel als ‚Offensive Rookie of the Year‘ zu holen.
Nach holprigem Start in die NFL ging es mit Murrays Leistungen steil nach oben. HC Kliff Kingsbury baut auf seinen jungen QB und die Offense um ihn herum. Und weil diese mit RB Kenyan Drake, WR Larry Fitzgerald und Christian Kirk noch nicht gut genug besetzt ist, haben die Cardinals in der Off-Season mit DeAndre Hopkins einen absoluten Superstar dazugeholt. Die O-Line der Cardinals zählt nicht zur Elite, Murray ist aber schnell und wendig genug, um aus improvisierten Spielzügen Kapital zu schlagen. Sollte seine Entwicklung weiter nach oben gehen, ist Murray – auch dank seinem Einsatz im Laufspiel – ein heißer Top-10 Kandidat auf der QB-Position.

 

Daniel Jones / New York Giants
Was haben die Giants-Fans ihren GM Dave Gettleman nicht kritisiert und verspottet, als dieser Daniel Jones mit dem sechsten Pick im 2019 Draft nach New York holte. Eigentlich hätte Jones als Rookie ein Jahr hinter Eli Manning sitzen und lernen sollen. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn war die Eli-Ära in New York nach 16 Jahren Geschichte und Daniel Jones der Starter der Giants. Mit durchaus beachtlichem Erfolg. 3.027 Yards und 2 TDs (bei 12 INTs) im Passspiel, dazu weitere 279 Yards und 2 TDs erlaufen – nicht schlecht, wenn man bedenkt, wie mies die Giants-Offense 2019 insgesamt war. Zurück zu Jones:

  • THE GOOD: 300+ Passing Yards in 5 der 12 Starts, 4 Spiele mit mehr als 28 Fantasy Points (Standard Scoring).
  • THE BAD: Die 8 verbliebenen Spiele mit weniger als 15 Fantasy Points.
  • THE UGLY: 12 Interceptions und 18 Fumbles (11 lost) in nur 12 Spielen.

Mit Star-RB Saquon Barkley, der WR-Group mit Darius Slayton, Sterling Shepard und Golden Tate sowie TE Evan Engram hat Jones brauchbare Anspielstationen. Zudem wurde die O-Line im Draft verstärkt (u.a. mit LT Andrew Thomas, vierter Pick im Draft). Wenn Jones unter dem neuen OC Jason Garrett mehr Konstanz in sein Spiel bekommt und die Turnover abstellt, ist er für die kommende Saison eine sehr interessante Fantasy-Option.

 

Drew Lock / Denver Broncos
Gleich vorweg, wir sind nicht vollends von Lock überzeugt. Seine fünf Starts in der vergangenen Saison waren in Ordnung. Mehr auch nicht. Warum er dennoch für eine Breakout-Season gut sein könnte? Broncos GM John Elway hat in der Off-Season nichts unversucht gelassen, seinen jungen QB zu unterstützen. In der Free Agency wurden RB Melvin Gordon und Guard Graham Glasgow verpflichtet. Im Draft in den ersten drei Runden WR Jerry Jeudy und KJ Hamler sowie Center Lloyd Cushenberry ausgewählt. Zusammen mit WR Courtland Sutton, TE Noah Fant, RB Philip Lindsay und der verstärkten O-Line also beste Voraussetzungen für Lock.
Leider ließ die verkürzte Off-Season wenig Zeit, um sich einzuspielen. Somit ist Lock als Starting-QB sicherlich ein Risiko. Sollte er seine neue Offense jedoch schneller als gedacht in den Griff bekommen, könnte sich das Risiko, ihn zu draften, durchaus auszahlen.