D. K. Metcalf / Seattle Seahawks
D. K. Metcalf braucht keinen Batsuit, um wie Batman auszusehen. Seine Werte beim Combine 2019: 1,91cm groß, 103kg schwer, läuft den 40-Yard-Dash in 4,33 und drückt die 100 Kilogramm bei der Benchpress 27 Mal. Im Draft 2019 ist Metcalf überraschend bis ans Ende der zweiten Runde gerutscht, ehe er an Stelle 64 von den Seahawks ausgewählt wurde. Das Ergebnis: eine beachtliche Saison als Rookie mit 58 Catches für 900 Yards und und sieben Touchdowns. Und eine Monster-Performance im Wild Card Game gegen die Philadelphia Eagles mit 160 Yards (sieben Catches, 1 Touchdown) – neuer NFL-Rekord für die meisten Receiving Yards eines Rookies in einem Playoff Game! Dank seiner Physis und Schnelligkeit ist Metcalf ein besonders gefährlicher Deep Threat. Wie passend, dass sein QB Russell Wilson das beste Passer Rating der Liga bei tiefen Bällen (20+ Yards) hat. Nachdem Metcalf in seiner Rookie Saison nur eine WR-Position gespielt hat und eine imitierte Anzahl an Routen gelaufen ist, hat Brian Schottenheimer, der OC der Seahawks, bereits angekündigt, Metcalf 2020 variabler einzusetzen und das Offensivspiel stärker als bisher für ihn zu öffnen. Die Seahawks sind also bereit, ihr Biest loszulassen!

 

D. J. Moore / Carolina Panthers
DJ Moore ein Breakout-Kandidat? Zugegeben, so ganz passt Moore mit knapp 2.000 Yards aus den ersten beiden NFL-Saisonen nicht in diese Kategorie. Wir sprechen hier aber nicht über einen „normalen” Breakout. Wir reden von einem Chris-Godwin-like-Breakout. Moore war mit 87 Receptions und 1,175 Yards in 14 Starts (Spiel 15 musste er gleich zu Beginn verletzt beenden) in der vergangenen Saison bereits ein Top 20-WR. Bei nur vier gefangenen TD und mit Backup Kyle Allen als QB für den Großteil der Saison. Neuzugang Teddy Bridgewater ist zwar kein angehender Pro Bowler, aber ein verlässlicher Passer und sicherlich ein Upgrade zu Allen. Moore ist ein tougher, physisch starker Passfänger und ein Monster nach dem Catch. Im April erst 23 Jahre alt geworden, ist er garantiert noch nicht am Zenit seines Könnens. Aber bereit, in seiner dritten Saison zu einem echten Alpha-WR aufzusteigen. Nicht nur bei den Panthers, sondern in der gesamten NFL.

 

Calvin Ridley / Atlanta Falcons
Calvin Ridleys Statistiken 2019 waren ähnlich gut wie jene aus seiner Rookie-Saison 2018: fast 100 Targets, knapp über 60 Receptions, nicht ganz 900 Receiving Yards. Dazu kommen 17 TDs in seinen ersten 29 Spielen in der NFL. Im Vergleich zu 2018 musste Ridley vergangene Saison jedoch die letzten drei Spiele verletzungsbedingt pausieren. Ansonsten hätte er die 1.000-Yards-Marke wohl schon in seinem zweiten Jahr problemlos geknackt. 2020 wird es aber soweit sein. Nicht nur, weil sich Ridley selbst stärker als je zuvor fühlt. Aufgrund der Abgänge von WR Mohamed Sanu (Mitte letzter Saison zu den Patriots getradet) und vor allem TE Austin Hooper werden bei den Falcons kommende Saison 139 Targets und 108 Receptions frei. Unwahrscheinlich, dass die alle der neu verpflichtete TE Hayden Hurst bekommen wird. Vor allem, weil Falcons-QB Matt Ryan ebenfalls an den Breakout Ridleys glaubt, wie er kürzlich bei ESPN bestätigte. Auch wenn Julio Jones nach wie vor die unumstrittene Nummer 1 im Passspiel der Falcons ist. Die Falcons hatten 2019 die meisten Passversuche aller NFL-Teams. QB Matt Ryan wirft also genug Bälle, um auch Ridley zu einer Top-15 -Option im Fantasy Football zu machen. Besonders in PPR-Ligen.