Fantasy Football Woche 11 – das Ende der Regular Season rückt näher. Je nach Ligaformat sind noch 3 bzw. 4 Wochen zu spielen, bevor es in die Fantasy-Playoffs geht. Der Verletzungsteufel hat auch am 10. Spieltag zugeschlagen. Aaron Jones kam mit einer harmloseren Knieverletzung davon. Der Running Back wird voraussichtlich trotzdem erst nach der Bye Week der Packers (Woche 13) zurückkehren. Sein Ersatzmann AJ Dillon ist unser MUST ADD der Woche. Dazu gibt es drei weitere Kandidaten für die letzten Versuche, noch auf den Playoff-Zug im Fantasy Football aufzuspringen.


QB Cam Newton (Carolina Panthers)

Ja, Cam Newton ist zurück. Und wie! Zwei Touchdowns mit den ersten beiden Plays sind ein würdiges Comeback in Carolina. Starting-QB beim Überraschungssieg der Panthers gegen die Cardinals blieb dennoch PJ Walker. Ein Umstand, der sich schon am kommenden Spieltag ändern wird. Die Panthers haben Newton in Vorbereitung auf den kommenden Spieltag bereits den Großteil der First-Team Reps im Training gegeben. In den nächsten drei Wochen warten Washington, die Dolphins und Falcons als Gegner. Dass Newton zum Starter ernannt wird, ist nur eine Frage der Zeit. Auch wenn die 2020er Saison bei den Patriots nicht das Gelbe vom Ei war. Newton ist zurück an alter Wirkungsstätte. Der 32-Jährige ist vor allem in der Red Zone eine Gefahr und laufend (pun intended) für Fantasy-Punkte gut. Die drei kommenden Matchups machen Newton zu einer höchst Attraktiven QB-Option für das Ende der Fantasy Regular Season.

RB AJ Dillon (Green Bay Packers)
He came in like a wrecking ball! Nein, mehr Miley Cyrus wird es nicht. Aber der Abrissbirnen-Vergleich kommt bei AJ Dillon schon hin. Die Verwunderung bei Packers-Fans war groß, als die Franchise den ehemaligen Boston College Running Back 2020 in der zweiten Draft-Runde ausgewählt hat. Obwohl Dillon einen beeindruckenden College-Lebenslauf aufzuweisen hat (3 Saisonen, 4.382 Rushing Yards, 38 Touchdowns). Die Einsätze in seiner ersten NFL-Saison hielten sich in Grenzen, hinter Star-RB Aaron Jones. Nicht so 2021. Dillon wird zunehmend ins Offensivspiel der Packers eingebunden. Um Jones Pausen zu gönnen. Und aufgrund seines kraftvollen Laufstils. Dillon hat Beine wie Baumstämme und hört auf den Spitznamen “Quadzilla”. Eindrucksvoll unter Beweis gestellt am vergangenen Sonntag gegen die Seahawks:

Nach dem Ausfall von Jones übernahm Dillon das Backfield komplett. Das Ergebnis: 128 Total Yards, 2 Touchdowns. Die Laufstatistiken waren auf den ersten Blick wenig beeindruckend (21 Versuche, 66 Yards, 3,1 Yards pro Lauf), aber produktiv. Acht der 21 Rushes führten zu einem First Down oder Touchdown. Jones wird den Packers voraussichtlich 2-3 Wochen fehlen. Dillon ist dann der unumstrittene Lead Back. Aber auch nach Jones’ Rückkehr wird Dillon weiter Touches bekommen. In 3 der letzten 4 Spiele stand Dillon mehr Snaps am Feld, weist außerdem das bessere Rushing Grade und mehr Yards After Contact als Jones auf. Die Packers haben also jeden Grund, weiterhin auf ihre Abrissbirne zu setzen.

RB Rhamondre Stevenson (New England Patriots)
Eigentlich trauen wir Running Backs der Patriots so gar nicht. Rhamondre Stevenson ist dennoch einen Waiver Add wert. Der Rookie lieferte schon in Woche 9 108 Total Yards gegen die Panthers ab. Letzten Sonntag legte er 100 Rushing Yards und 2 Touchdowns gegen die Browns nach. Stevensons Einsatz war sicherlich durch den Ausfall von Damien Harris begünstigt. Die Leistungen des 2021 4th Rounders waren jedoch so beeindruckend, dass Bill Belichick weiter auf ihn setzen MUSS. Die Patriots könnten zwar bald auf ein Drei-Mann-Backfield zurückgreifen. Nach den jüngsten Leistungen ist jedoch Stevenson der kompletteste Running Back in New England.

TE Dan Arnold (Jacksonville Jaguars)
Viel Grund zur Freude hat man in Jacksonville – einmal mehr – nicht. Mit RB Travis Etienne und WR D.J. Chark sind zwei junge Playmaker vor bzw. gleich zu Saisonbeginn verletzt raus. Laviska Shenault lässt weiter auf seinen Breakout warten. Rookie-QB Trevor Lawrence findet sich in Urban Meyers System nicht wirklich zurecht. Mit Dan Arnold hat Lawrence seit einigen Wochen aber zumindest eine verlässliche Anspielstation im Team. Arnold sah in vier der letzten fünf Partien 7 oder mehr Targets und mehr als 60 Receiving Yards. Im gleichen Zeitraum führt Arnold alle Jaguars-Passempfänger punkto Targets an. Die Touchdown-Upside ist aufgrund der schwachen Jaguars-Offense gering. Arnold bietet verglichen zu anderen Tight Ends aber zumindest einen sicheren Floor. Der Wechsel nach Jacksonville hat dem 26-Jährigen eindeutig gut getan.