Es gibt Fantasy-Spieltage, an denen man eindringlich daran erinnert wird, sich an seine eigenen Regeln zu halten. Wenn man einen Stud aus Zweifel auf die Bank setzt und der dann abliefert, zum Beispiel. Oder wenn man Patriots-Spielern wider besseren Wissens traut. Bill Belichick hat uns am letzten Spieltag einmal mehr bewiesen, warum man im Fantasy-Lineup nicht nicht auf Spieler aus New England setzt. “Friendly Reminder” daher an uns: Don’t draft Patriots players!

Abgesehen von den RB-Handcuffs aus der Vorwoche (siehe Daily Huddle Bericht) gibt der Waiver diese Woche kaum brauchbare Spieler her. Einen können wir euch dennoch wärmstens empfehlen:


WR Amon-Ra St. Brown (Detroit Lions)
In Woche 13 der NFL ist das schier Undenkbare passiert. Die Detroit Lions haben tatsächlich ein Spiel in der heurigen Saison gewonnen. In dramatischer Manier mit einem Touchdown in letzter Sekunde von Amon-Ra St. Brown:

Der game-winning Touchdown ist aber nicht der alleinige Grund, warum uns St. Brown einen Add wert ist. Der Rookie beendete die Partie gegen die Vikings mit 10 Catches für 86 Yards und dem genannten Score. Zwölf Targets waren teaminterner Höchstwert. Der Receiver-Room bei den Lions ist eine Katastrophe. Außer RB D’Andre Swift und TE T.J. Hockenson hat das Team keinen einzigen Playmaker im Kader. Wenig überraschend, dass St. Brown als Rookie die zweitmeisten Targets, Receptions und Receiving Yards aller Passempfänger in Detroit vorweisen kann. Mit 77% hat er zudem die höchste Catch Rate im Team. St. Browns Target Share ist in den vergangenen vier Wochen auf fast 25% angestiegen. Dass St. Browns Kurve nach oben zeigt, war also absehbar. Das erste NFL-Spiel mit mehr als 100 Receiving Yards steht zwar noch aus. Für QB Jared Goff ist St. Brown aber zu einem verlässlichen Target im Slot geworden. In der kommenden Woche trifft er auf Kyle Fuller von den Denver Broncos. Der hat ist laut PFF-Grading der zweitschlechteste Cornerback der heurigen Saison. Gut möglich also, dass es schon am kommenden Spieltag mit einem 100+ Yards Spiel klappt. Lions-Fans können sich jedenfalls auf einen dritten Playmaker in der Offense freuen.