Mit dem ersten NFL-Spieltag ist auch die erste Runde Fantasy Football der neuen Saison geschlagen. Neben einigen herben Enttäuschungen (Aaron Jones, anyone?) gab es in Woche 1 wie gewohnt überraschende Top-Performer. Das Gute daran? Einige davon findet man noch auf dem Waiver Wire! Unsere Must Adds für Woche 2:


QB Jameis Winston (New Orleans Saints)

Der Jameis Winston, der Sonntagnacht die Packers auseinander genommen hat, war nicht der Jameins Winston, den wir aus der Vergangenheit kennen. Aaron Rodgers hingegen dürfte sich ein schlechtes Beispiel an Winstons Buccaneers-Zeiten genommen haben. Winstons Statistiken mit nur 20 Completions für 148 Yards, aber 5 Touchdowns (plus 37 Rushing Yards) waren durchaus eigenartig. Zudem hat ihm die miserable Defense der Packers das Leben nicht sonderlich erschwert. Fakt ist jedoch, dass der ehemalige 1st Overall Draft Pick in seinem Starting-Debüt für die Saints Vieles richtig gemacht hat. Keine fragwürdigen Entscheidungen, dafür smarte Würfe und vor allem keine Turnover. Das Jahr als Ersatzmann von Drew Brees bzw. unter Mastermind Sean Payton scheint Winston gut getan zu haben. Dass er einen starken Arm hat, ist bekannt. Winston warf 2019 für die meisten Yards der Liga, beendete die Fantasy-Saison trotz 35 Turnover als QB2. Bei den Saints steht er hinter einer dominanten Offensive Line. Der Auftritt in Woche 1 macht Hoffnung auf mehr. Vor allem, wenn im Laufe der Saison mit Michael Thomas und Tre’Quan Smith die besten Receiver der Saints zurückkommen.

RB Elijah Mitchell (San Francisco 49ers)
Wie könnte Elijah Mitchell nicht hier stehen? Der Rookie wusste bei seinem NFL-Debut mit 104 Rushing Yards und einem Touchdown zu überzeugen. Raheem Mostert, Starting-RB der 49ers, hat sich im Spiel gegen die Lions am Knie verletzt und wird rund 8 Wochen ausfallen. Dass Mostert im Laufe der Saison wieder einmal ausfallen wird, war zu erwarten. Dass jedoch 3rd-Round-Rookie Trey Sermon gegen Detroit inaktiv war, kam überraschend. Mitchell wars egal, er hat geliefert. Ja, Sermon wurde ganze drei Runden früher als Mitchell gedraftet. Und ja, die Niners sind für ihr RB-Committee bekannt. Aber Mitchell war in Woche 1 derart überzeugend, dass wir in näherer Zukunft auf ihn setzen.

WR Sterling Shepard (New York Giants)
Sterling Shepard hatte mehr oder weniger unbemerkt eine der besten WR-Leistungen am vergangenen Wochenende. 7 Catches für 113 Yards und einen Touchdown waren gut genug für WR8 im PPR-Modus. Und so ziemlich der einzige Lichtblick auf Seiten der Giants. Shepard sah die meisten Snaps und die meisten Targets aller Giants-Receiver. Gut möglich, dass im Laufe der Saison Kenny Golladay die Monster-Spiele liefert. Nach dem Abgang von Golden Tate ist Shepard jedoch wieder vermehrt im Slot zu finden und bietet langfristig auf jeden Fall den höheren wöchentlichen Floor. Dass Shepard unterschätzt wird, zeigt, dass er nur in gut zwei Drittel aller Ligen auf NFL.com gedrafttet wurde. Sollte er in eurer Liga noch verfügbar sein: unbedingt vom Waiver holen!

WR Tim Patrick (Denver Broncos)
Tim Patrick hatte gegen die Giants die zweitmeisten Targets und Catches aller Broncos-Receiver (4 Catches, 39 Yards, 1 Touchdown). Teddy Bridgewater zeigte ein sehr ansprechendes Debüt in Denver (zweithöchste Completion-Percentage in Woche 1). Und Broncos-WR Jerry Jeudy fällt mit einer Knöchelverletzung die kommenden 4-6 Wochen aus. Gründe genug, um Tim Patrick zu holen. Und, Patrick hat 2021 dort weitergemacht, wo er 2020 aufgehört hat: Zero Drops!  Der 27-Jährige fängt alles, was in seine Richtung geworfen wird. Mit Courtland Sutton und TE Noah Fant haben die Broncos trotz Jeudy-Ausfall noch ausreichend Waffen im Arsenal. Patricks Zuverlässigkeit wird ihm jedoch weiterhin das Vertrauen von Bridgewater garantieren. Für die kommenden Wochen sollte Patrick daher auf jeden Fall einen brauchbare WR3-/FLEX-Option sein.

TE Cole Kmet (Chicago Bears)
Cole Kmet gehört die Zukunft auf der TE-Position in Chicago. Noch muss er sich die Snaps mit Altmeister Jimmy Graham teilen (vor allem in der Red-Zone). Kmet hat aber mit Saisonbeginn die Rolle des TE1 bei den Bears übernommen und sieht das Feld deutlich öfter als sein Positionskollege. Die Statline des 2nd Round Picks aus 2020 war im ersten Spiel noch nicht berauschend (5 Catches für 42 Yards). Dennoch bekam Kmet die zweitmeisten Targets aller Passempfänger der Bears. Die teaminterne Konkurrenz um Bälle ist überschaubar. Es ist außerdem nur eine Frage der Zeit, bis die Bears QB Andy Dalton mit Rookie Justin Fields ersetzen. Vor allem junge Quarterbacks sind dafür bekannt, Tight Ends als verlässliche Anspielstationen zu suchen. Ein Breakout von Kmet ist im Laufe der Saison also durchaus im Bereich des Möglichen.