King Henry is back! Im besten Fall in eurem Lineup. Oder zumindest nicht in dem des Gegners. Gleiches gilt für Aaron Jones, der in Woche 1 seinen Ownern ebenfalls ein Ei ins Nest gelegt hat. Der RB-Markt ist dünn wie nie. Trotzdem haben wir zwei interessante Running Backs vom Waiver für euch. Oder drei, je nachdem, wie man den Hybrid-Spieler zählt. Unsere Waiver Wire Adds für Woche 3:


 

QB Justin Fields
Geht es nach den Fans der Chicago Bears, ist Justin Fields Starting Quarterback der Franchise. Zu unbeliebt ist dafür Andy Dalton. Zu groß die Investition und Hoffnung in Fields. Head Coach Matt Nagy sieht das vorerst anders und hat Dalton zu Saisonbeginn zum Starter ernannt. Für Spieltag 3 dürfte er jedoch zum Handeln gezwungen sein. Dalton verletzte sich am vergangenen Sonntag am Knie, Fields übernahm vor der Halbzeit. Dalton entging zwar laut ersten Berichten einer schweren Verletzung. Sein Status für das kommende Matchup gegen die Browns ist jedoch fraglich. Davon abgesehen ist es nur eine Frage der Zeit, bis er das Zepter an den Rookie übergibt. Fields’ Leistung gegen die Bengals war, wie schon in der Preseason, durchwachsen. Ungenauigkeiten im Passspiel und klassische Rookie-Fehler lassen den 11th Overall Pick aus dem heurigen Draft nicht vollends NFL-ready erscheinen. Laut NFL-Insider Ian Rapoport zeigt sich Fields im Training jedoch stark verbessert und überzeugt mit Wow-Momenten. Aus Fantasy-Sicht ist Fields vor allem durch seine Laufstärke interessant. Er hat bisher die 6.meisten Laufversuche aller Quarterbacks, ohne eine volle Partie absolviert zu haben. Wie das dauerhaft aussehen könnte, haben wir beim Kurzeinsatz in Woche 1 gesehen:

RB Tony Pollard (Dallas Cowboys)
Leading Rusher der Cowboys nach zwei Spieltagen? Tony Pollard, nicht Ezekiel Elliott. Die einzige 100-Yards Rushing Performance? Tony Pollard, nicht Ezekiel Elliott. Pollard war am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal in Folge der Cowboys-RB mit den meisten Fantasy-Punkten. Elliotts Leistungen sind nicht ganz so desaströs wie zu Ende der vergangenen Saison. Pollard bringt jedoch mehr Punkte aufs Scoreboard und war in Woche 2 signifikanter Teil der Cowboys-Offense. Beim Sieg gegen die L.A. Chargers haben beide annähernd gleich viele Touches bekommen. Pollard hat statistisch aber mehr aus seinen Chancen gemacht. Die Cowboys wären schlecht beraten, den in Topform agierenden Pollard aus dem Gameplan zu nehmen. Für Fantasy-Lineups macht ihn das zumindest zu einer brauchbaren FLEX-Option. Mit Potential für mehr, sollte Elliott weiter stagnieren oder gar ausfallen.

RB Sony Michel (L.A. Rams)
Running Backs fallen heuer gefühlt um wie die Fliegen. Nun auch in Los Angeles. Bereits vor Saisonbeginn mussten die Rams auf Breakout-Kandidaten Cam Akers Verzichten. Diagnose: Achillessehnenriss und Saisonende. Sein Ersatz Darrell Henderson musste am vergangenen Spieltag mit einer Rippenverletzung vom Feld. Die dürften laut näheren untersuchen nicht gebrochen sein. Aber zumindest die Rippenknorpel sind beleidigt. Wie lange Henderson ausfallen wird, ist vorerst unklar. Die Rams waren nach der Akers-Verletzung jedoch aktiv und haben Sony Michel per Trade von den New England Patriots geholt. Der 1st Round Pick der Patriots 2018 war nach dem Ausfall von Henderson zur Stelle. Mit durchaus brauchbaren Leistungen: 10 Rushes für 46 Yards, jedoch kein Touch im Passing Game. In Woche 3 wartet auf die Rams mit den Buccaneers die stärkste Run Defense der Liga. Bei einem Ausfall von Henderson wartet auf Michel dennoch ein Einsatz als Workhorse-Back.

RB/WR Cordarrelle Patterson (Atlanta Falcons)
In den vergangenen Jahren ist es still geworden um Cordarrelle Patterson, immerhin ehemaliger First Round Pick der Minnesota Vikings. Für Aufsehen sorgte er 2013 in seiner Rookie-Saison vor allem im Return Game. Als Wide Receiver konnte der mittlerweile 30-Jährige jedoch nie wirklich Fuß fassen. Nach Aufenthalten bei den Raiders, Patriots und Bears ist der Return-Spezialist in der vergangenen Offseason bei den Falcons gelandet. Dort könnte Patterson, von Ligen mit Return Scoring abgesehen, heuer tatsächlich Fantasy-relevant sein. Ob als Wide Receiver oder Running Back, bleibt abzuwarten. Gegen die Bucs in Woche 2 fand Patterson jedenfalls zweimal in die Endzone. Mit 9 Rushes und 6 Targets (5 Catches) sah er die zweitmeisten Touches hinter RB Mike Davis. Den setzen die Falcons bisher nicht als Workhorse-Back ein. In Woche 1 war Patterson sogar top-Rusher der Falcons, trotz halb so vieler Carries wie Davis. Patterson wird nicht jede Woche für zwei Touchdowns sorgen. Fakt ist jedoch, dass die Falcons im Lauf- und Passspiel auf ihn setzen. Die kommenden drei Matchups gegen die Giants, Washington und Jets klingen ebenfalls vielversprechend. Grund genug, sich das “Taschenmesser” in den Kader zu holen.

WR Rondale Moore (Arizona Cardinals)
Spieltag 2, und die Fragen, wie Rondale Moore in die Offense der Cardinals passen soll, dürften beantwortet sein. Mit 7 Catches für 114 Yards und einem Touchdown war Moore Leading Receiver der Cardinals beim 34:33 Erfolg gegen die Minnesota Vikings. Mit DeAndre Hopkins, A.J. Green, Christian Kirk und Konsorten sind in Arizona zahlreiche Mäuler zu stopfen. Dennoch ist Moore nach 2 Spieltagen der Cardinals-WR mit den meisten Targets. Murray dürfte dem Rookie aus Purdue vertrauen. Der 2nd Rounder passt außerdem perfekt in die explosive Offense von HC Kliff Kingsbury. Trotz teaminterner Konkurrenz sollten auch künftig genug Targets in der High Scoring Offense der Cardinals (72 Punkte in den ersten beiden Begegnungen) für Moore übrig bleiben. Bitte mehr davon: