2 Dinge, die wir in Woche 3 für Fantasy Football gelernt haben:

  1. Kicker are people too! Ja, Kicker können Spiele entscheiden. Frag nach bei Justin Tucker, Mason Crosby oder Daniel Carlson. Und ja, Kicker können auch Fantasy-Partien entscheiden. Justin Tucker in Woche 3: 17 Fantasy Points. Mason Crosby in Woche 3: 16 Fantasy Points. Daniel Carlson nach Woche 3: 38 Fantasy Points. Zahlen, die manch hochgepriesener RB/WR/TE gerne hätte.
  2. Cooper Kupp is a Beast! Der Rams-Receiver ist und bleibt eine unfassbare PPR-Maschine. Drei Spiele, 25 Receptions für 367 Yards und 5 Touchdowns. An allen 3 Spieltagen als einziger WR immer in den Top-10. Er führt damit – no-na – das WR-Ranking im Fantasy Football an. Im PPR- UND Standard-Scoring. Kupp war bereits in der Vergangenheit ein verlässlicher Fantasy-Receiver. Mit Matthew Stafford als QB schiebt sich der 28-Jährige jedoch sehr nah an die WR-Elite im Fantasy Football.

Für den 4. Spieltag haben wir die folgenden Waiver Wire Adds für euch:


RB Chuba Hubbard (Carolina Panthers)
Zugegeben, Chuba Hubbard ist der “Captain Obvious” der kommenden Woche. Hoffentlich ist eure Waiver Priority hoch genug. Hubbard könnte bereits in Woche 4 zum Waiver Add der Saison werden. Christian McCaffrey wird mit einer Hamstring-Verletzung mehrere Wochen ausfallen. Nach dessen Exit in Woche 3 hat Hubbard sofort die Bell-Cow Rolle übernommen. Fast 80% der Snaps im Backfield gespielt, dabei 76 Yards bei 12 Touches erzielt. Der 4th-Round Rookie der Panthers wird in dieser Rolle bleiben. Dass er die kann, hat er im College für die Oklahoma State Cowboys bewiesen. Nach einer überragenden Saison 2019 mit 2.292 Total Yards (1.300 davon after contact) und 21 Touchdowns. Umso überraschender war, dass er sich danach nicht für den NFL-Draft gemeldet hat und ins College zurückgekehrt ist. Der Sprung in die Profiliga erfolgte ein Jahr später, das Debüt am letzten Wochenende ist geglückt. Wir erwarten großes. Zumindest bis McCaffrey in ein paar Wochen wieder zurückkehrt.

RB Zack Moss (Buffalo Bills)
Nach Woche 1 sah eigentlich Devon Singletary wie der sichere Starter im Bills-Backfield aus. In Woche 1 war Moss angeschlagen inactive. Singletary schien die Abwesenheit zu nutzen und brachte in den ersten beiden Partien brauchbare Stats aufs Fantasy-Board. Sein Problem: 3 Fumbles in 2 Spielen. Moss hingegen fand am 2. Spieltag gleich zweimal in die Endzone. Ein fallengelassener Pass von Singletary in Woche 3 gleich zu Beginn des Spiels scheint das Momentum endgültig in Richtung Moss geschoben zu haben. Der 3rd-Round Pick von 2020 übernahm ab diesem Zeitpunkt den Großteil der Snaps. QB Josh Allen wird freilich weiterhin seine Läufe bekommen. Auch nahe an der Endzone. Wenn wir jedoch auf einen Running Back aus Buffalo setzen müssten, dann sicherlich auf Moss. Die beiden kommenden Begegnungen der Bills gegen die Texans und Chiefs sind außerdem sehr vielversprechend.

WR Henry Ruggs III / Hunter Renfrow (Las Vegas Raiders)
Ob Ruggs oder Renfrow der bessere Add ist, hängt vom Scoring Format ab. Und von der Risikobereitschaft des Owners. Die Nummer 1 im Passspiel der Raiders ist unumstritten TE Darren Waller. QB Derek Carr führt nach drei Spieltagen jedoch die NFL in Passing Yards an, wirft im Schnitt bisher 45 Bälle pro Spiel. Somit fallen abseits von Waller genug Targets ab. Hunter Renfrow sah von allen Wide Receivern in Las Vegas davon die meisten Targets und Catches. In Woche 3 zeichnete er außerdem für dein einzigen WR-Touchdown der Raiders verantwortlich. Renfrow ist damit von den Raiders-Receivern die sichere PPR-Variante. Im genannten Format erzielt er im Schnitt nur 2 PPR-Punkte pro Spiel weniger als die Einser-Option Waller. Als WR3-/FLEX-Option nehmen wir das jederzeit.
Am meisten Upside hat aber definitiv Henry Ruggs. Der hat nach drei Runden zwar nur die 4.meisten Catches bei den Raiders (ebenfalls 1 Touchdown). Dafür jedoch die meisten Receiving Yards und meisten Yards per Catch in “Silver and Black”. Ruggs hat dank seinem Speed jedoch Big-Play Potential mit jedem Toch, den er bekommt. Bekommt der 12th Overall Pick der Raiders aus dem Vorjahr noch etwas mehr Volume und Konstanz in sein Spiel, ist er einer, der Fantasy-Begegnungen entscheiden kann. Aktuell ist Ruggs on pace für über 1.300 Rceiving Yards. In Woche 3 natürlich sehr spekulativ. Aber trotz Boom-or-Bust Risiko sind Ruggs’ bisherige Zahlen vielversprechend.

Nachsatz: Nein, Bryan Edwards, den dritten Raiders-WR im Bunde, haben wir nicht vergessen. Der kommt jedoch was Total Targets bzw. Receptions betrifft – vorerst – nicht an Renfrow und Ruggs vorbei.

TE Pat Freiermuth (Pittsburgh Steelers)
Gleich vorweg: Freiermuth zu adden braucht Mut. Oder Verzweiflung. Was auf der TE-Position durchaus vorkommt, wenn man nicht Kelce, Waller, Kittle oder Hockenson hat. Ein Rookie-TE als Heilsbringer? Vermutlich nicht. Aber den Steelers gehen ein wenig die Anspielstationen aus. Diontae Johnson hat Woche 3 ausgesetzt. Juju Smith-Schuster ging gegen die Bengals mit einer Rippenverletzung vom Feld. Die Folge: 19 (!) Targets für Rookie-RB Najee Harris, 15 für WR Chase Claypool. Den einzigen Steelers-Touchdown erzielte jedoch Freiermuth. Der heurige 2nd-Rounder der Steelers sah in den ersten beiden Wochen jeweils mehr Snaps als Positionskollege Eric Ebron. Der Snap Count war zwar in Woche 3 wieder umgekehrt, Freiermuth sah jedoch das zweite Spiel in Folge mehr Targets als Ebron. Dieser blieb außerdem die zweite Woche in Folge ohne Catch. Freiermuth hat damit die Rolle des Starting-TE in Pittsburgh übernommen. Ist der damit gleich Starter für das Fantasy-Lineup? Vorerst nicht. Top-15 Wochen sind jedoch durchaus realistisch, wenn Freiermuth vermehrt ins Passspiel eingebaut wird. Vor allem wenn die WR-Kollegen weiterhin ausfallen.