Wir präsentieren euch die unterschätztesten Wide Receiver im Fantasy Football. Außerdem haben wir bereits jetzt einen Kandidaten für den „Bust des Jahres”. Oder den „gerupften Truthahn” – passend zur Jahreszeit. Und ein brandheißer Running Back für die Fantasy-Playoffs darf auch nicht fehlen. Viel Spaß damit!

+++TOP+++

Keenan Allen, Adam Thielen
Allen und Thielen und Woods waren in Woche 11 unter den Top-3 Fantasy-WR (in PPR- und Standard-Formaten). Viel mehr noch sind die beiden wahrscheinlich die am meisten unterschätzten WR im Fantasy Football. In einem Atemzug mit den Studs Michael Thomas, Davante Adams und DeAndre Hopkins werden die beiden Herren nicht genannt. So sexy wie Julio Jones, Tyreek Hill, die “Twins” aus Tampa (Mike Evans, Chris Godwin) oder die “shiny new toys” (DK Metcalf, A.J. Brown, Juju Smith-Schuster und DJ Moore) sind sie auch nicht. Dabei sind Allen und Thielen echte League-Winner. Seit Jahren. Trotzdem wird weder Allen, noch Thielen selten vor der 4. Runde gedraftet. Allen Ownern, die das dennoch getan haben, sei an dieser Stelle herzlich gratuliert. Nicht nur aufgrund der Performances am 11. Spieltag. Keenan Allen hat nach 11 Wochen die meisten Receptions aller Wide Receiver, ist WR3 im PPR-Format und WR6 in Standard Ligen. Adam Thielen wiederum hat nach 11 Runden ebenso viele Touchdowns (Liga-Bestwert) und ist damit WR8 (PPR) bzw. WR4 (Standard). Beide werden zum wiederholten Mal als WR1 im Fantasy Football abschließen. Notiz fürs nächste Jahr: Keenan Allen und Adam Thielen nicht unterschätzen. Draften!

Cooper Kupp & Robert Woods
Apropos unterschätzte Wide Receiver:

Davante Adams’ Tweet nach dem Sieg der Los Angeles Rams bei den Tampa Bay Buccaneers. Kupp beendete das Spiel mit 11 Receptions für 145 Yards. Bessere (Fantasy-) Stats hatte an dem Tag nur sein Teamkollege Robert Woods: 130 Yards bei 14 Receptions, ein Touchdown. Woods war damit WR2 (Standard) bzw. WR3 (PPR) am vergangenen Fantasy Spieltag. Auch Kupp war in beiden Formaten ein WR1 in Woche 11, führt die passfreundliche Offense der Rams in Receptions (64) und Receiving Yards (722) an. Mit den Zahlen wäre Kupp nach 11 Runden auf jeden Fall ein Top-15 Fantasy-WR. Dafür fehlen heuer aber die Touchdowns (nur 2 bisher). Sein Partner Woods hingegen ist dank 5 Scores, 54 Receptions und 599 Receiving Yards aktuell ein Fantasy-WR1. Beide werden am Ende der Saison besser dastehen, als ihre Draft-Position vom Sommer. Somit gehören Kupp und Woods eigentlich in die gleiche “underrated” Kategorie wie Keenan Allen und Adam Thielen. Und Davante Adams muss schließlich wissen, wovon er spricht.

 

+++FLOP+++

Joe Mixon
Joe Mixon ist eigentlich nicht nur ein Flop. Mittlerweile ist er einer der Kandidaten für den “Bust des Jahres”. Mixon wurde im Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens Mitte der zweiten Runde gedraftet. Für alle Owner (inklusive dem Verfasser dieser Zeilen) war Mixon bisher ein Schuss ins Knie. Zum Saisonstart drei erbärmliche Wochen mit zero Touchdowns und kein Spiel mit mehr als 69 Rushing Yards. Nachdem man im Fantasy Football schnell die Geduld verliert, war das vermutlich genug, um Mixon in Woche 4 zu benchen (für den Verfasser dieser Zeilen auf jeden Fall). An genau dem Spieltag hatte Mixon sein einzig brauchbares Spiel der laufenden Saison – 181 Total Yards, 3 Touchdowns. Danach folgten zwei weitere Stinker in Woche 5 (94 Total Yards, kein Touchdown) und Woche 6 (69 Total Yards, 1 Touchdown). Für einen 1st-/2nd-Rounder viel zu wenig. Zudem zog sich Mixon am 6. Spieltag eine Fußverletzung zu, von der er sich bisher nicht erholt hat. Vor Woche 11 haben die Bengals Mixon sogar auf IR gesetzt, womit er mindestens noch zwei weitere Partien verpassen wird. Fraglich ist, ob Mixon heuer überhaupt noch zurückkehren wird. Selbst wenn, wäre Mixon nach dem Ausfall von QB Joe Burrow und der ohnehin desaströsen O-Line der Bengals keine wirkliche Option für die Fantasy Playoffs. Verständlich also, wenn manche Owner bereits jetzt die Geduld verlieren und Mixon vorzeitig droppen (inklusive dem Verfasser dieser Zeilen).

 

+++MUST ADDS+++

Gus Edwards & JK Dobbins
Eigentlich sollte hier nur JK Dobbins stehen. Der Rookie-RB aus Baltimore hat in den vergangenen Spielen gezeigt, dass er – abgesehen von QB Lamar Jackson – der beste Läufer im Ravens-Backfield ist. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch Head Coach John Harbaugh, der Dobbins’ Snap Count und Touches seit Woche 8 regelmäßig nach oben geschraubt hat. Einziges Problem für den 12 Spieltag? Dobbins steht dank positivem Corona-Test aktuell auf der COVID-19 Liste und wird daher das Thursday Night Game gegen die Pittsburgh Steelers verpassen. Weil auch Kollege Mark Ingram positiv getestet wurde, ist Gus Edwards für die Begegnung an Thanksgiving der einzig verbleibende Ravens-RB. Edwards konnte gegen die Titans in Woche 11 zwar nicht überzeugen, fand aber in den drei Spielen davor jeweils in die Endzone. Owner, die kommenden Spieltag einen Running Back brauchen, können Edwards in der gewohnt lauffreudigen Ravens-Offense also auf jeden fall riskieren. Auch wenn er mit den Steelers auf eine der besseren Defenses trifft.
Trotzdem für Woche 13 und danach J.K. Dobbins im Hinterkopf behalten! Wir gehen fest davon aus, dass er nach seiner Rückkehr das Backfield der Ravens übernehmen wird. Und in den Fantasy-Playoffs warten durchaus attraktive Gegner auf Dobbins: die Cleveland Browns (Woche 14), Jacksonville Jaguars (Woche 15) und New York Giants (Woche 16) – bzw. je nach Liga-Format die Cincinnati Bengals am 17. Spieltag.

Michael Pittman
Michael Pittman hatte vergangenen Spieltag seine Breakout-Performance gegen die Tennessee Titans mit 87% gespielter Snaps, 7 Receptions und 122 Total Yards. Der 2nd-Round Draft Pick der Indianapolis Colts war damit schon vor dem aktuellen Spieltag einer unserer MUST ADDS. In Woche 11 hat Pittman bestätigt, warum. Zwar ‘nur’ 3 Receptions gegen die Green Bay Packers, die aber für 66 Yards und einen Touchdown. Pittman etabliert sich zum beliebten Target für seinen QB Philip Rivers. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass er sich zu einem Target Monster entwickelt. Seine jüngsten Leistungen sind aber deutlich besser als die seines Kollegen TY Hilton. Pittman ist daher für uns der “WR to own” in Indy. Falls noch nicht geschehen: Unbedingt adden!