Die Regular Season im Fantasy Football ist vorbei, die Playoffs stehen an! Gratulation all jenen, die es in die Post-Season geschafft haben. Dafür haben wir zwei spannende MUST ADDS für euch. Eine TOP-Performance zeigten in Woche 13 erneut WR Davante Adams und TE Travis Kelce. Von den beiden erwarten wir das aber auch. Umso beeindruckender sind jedoch Leistungen von Spielern, die weit weniger großen Namen haben. Weder Adams, noch Kelce waren in dieser Woche auf ihrer Position Top-Performer. Der beste Fantasy-TE vom 13. Spieltag mausert sich sogar zur langfristigen Option. Und: The Ghost is back!


+++TOP+++

Darren Waller
Die TE-Position ist einmal mehr ein Desaster. George Kittle ist auf IR, Mark Andrews auf der COVID-19 Liste, wird heuer den Erwartungen aber ohnehin nicht gerecht. Travis Kelce bleibt quasi die einzige Konstante auf der TE-Position. Quasi. In Las Vegas mausert sich still und heimlich Darren Waller zu einer Option, der man dauerhaft vertrauen kann. Der ehemalige 6th-Rounder der Ravens hatte 2019 schon ein Breakout-Jahr mit 90 Receptions für 1.145 Yards, jedoch nur 3 Touchdowns. Das beste Spiel seiner Karriere hatte Waller am vergangenen Spieltag gegen die New York Jets. 13 Receptions für 200 Yards und 2 Touchdowns war die dominanteste Performance in Woche 13. Aller Spieler, Quarterbacks inklusive. Waller steht in dieser Saison aktuell bei 77 Receptions, 742 Yards und 7 Touchdowns. Er bekommt mit Abstand die meisten Targets aller Raiders und ist Derek Carrs unumstrittene Nummer 1. Auch wenn kommende Woche die Indianapolis Colts warten: “Trust Darren Waller!”. In den verbleibenden Spielen heuer und über die Saison hinaus.

Corey Davis
Corey Davis’ NFL Karriere nahm bisher einen recht holprigen Verlauf. Seine ersten drei Saisonen waren für einen 5th Overall Draft Pick eher enttäuschend. Umso erfreulicher ist, dass ihm im vierten Jahr in der NFL sein Breakout zu gelingen scheint. Vor Woche 13 gab es mit dem Ausfall von Browns-CB Denzel Ward (und Titans-TE Jonnu Smith) gute Nachrichten für die Wide Receiver der Titans. Wir hätten eher mit einer neuerlichen Monster-Performance von A.J. Brown gerechnet. Corey Davis hat uns jedoch eines Besseren belehrt. 11 Receptions und 181 Rceiving Yards (1 Touchdown) waren Karrierebestleistungen für den 25-jährigen. Mit 35,2 (PPR-)Punkten war er der beste Fantasy-Receiver am vergangenen Spieltag. Davis hat heuer in 6 von 10 Spielen mindestens 100 Receiving Yards oder einen Touchdown erzielt. Kernstück der Titans-Offense bleibt weiterhin RB Derrick Henry. Mit A.J. Brown und Jonnu Smith hat Davis außerdem reichlich Konkurrenz im Passspiel. Davis ist dennoch kurz davor, die beste Saison seiner Karriere zu liefern. In den kommenden drei Wochen warten die Jaguars, Lions und Packers auf die Titans. Davis darf also trotz teaminterner Konkurrenz im Fantasy Lineup getraut werden.

Cole Beasley
Ein Carreer Game hatte am vergangenen Wochenende Bills-WR Cole Beasley. 130 Receiving Yards bei 9 Receptions (1 Touchdown) markierten Beasley Bestmarke in seinen 9 Jahren in der NFL. Hinter Davis und Adams war Beasley am 13. Spieltag Fantasy-WR3 im PPR-Format. Für Beasley war es das vierte 100-Yard Game der laufenden Saison. Dem Slot Receiver fehlen noch 203 Yards, um erstmals in seiner Karriere die 1.000 Yard Marke zu knacken. Der ehemalige Dallas Cowboy führt aktuell die NFL mit den meisten Yards aus dem Slot an (773). Über die Saison gesehen war Beasley etwas zu unkonstant, um ihn dauerhaft ins Fantasy Line-Up zu nehmen. Aktuell profitiert der 31-Jährige jedoch vom Ausfall seines Kollegen John Brown und dem schwachen Laufspiel der Bills. Erste Anspielstation von Bills-QB Josh Allen ist eindeutig Stefon Diggs, der heuer eine der größten Fantasy-Überraschungen ist. Allen wirft im Schnitt jedoch knapp 36 Pässe pro Spiel, von denen trotz Diggs genug für Beasley übrig bleiben. Wir erwarten für den Rest der Saison nicht, dass Beasley wöchentlich in den Top-5 der Fantasy-Receiver bleibt. Eine FLEX-Option ist er Dank seiner Verlässlichkeit im Slot bei den Bills aber allemal.

 

+++FLOP+++

Miles Sanders
Eigentlich sollten wir Miles Sander hier gar nicht erwähnen. Sanders hat vergangene Woche (siehe Daily Huddle Bericht) reichlich Kritik von uns bekommen. Das Match-Up in Woche 13 gegen die Packers, welche die drittmeisten Punkte gegen Running Backs zuließen, war jedoch mehr als vielversprechend. Umso größer ist die Enttäuschung, dass es bei Sanders erneut nur zu 3,1 Fantasy Punkten gereicht hat. Sanders blieb ohne Touchdowns und erstmals in dieser Saison auch ohne Catch. Wir machen es kurz und knapp: Miles Sanders ist einer der größsten Fantasy Busts 2020. Wir geben ihn, sowie die gesamte Eagles-Offense für den Rest der Saison auf.

Jerry Jeudy
Jerry Jeudy ist ohne Zweifel einer der talentiertesten Wide Receiver, die heuer in die NFL gekommen sind. Andere Rookie-Kollegen mögen deutlich bessere Stats oder mehr spektakuläre Plays aufweisen. Talent hat Jeudy dennoch ohne Ende. Warum es für den 15. Pick des heurigen Drafts bisher weder in der NFL, noch im Fantasy Football so richtig läuft, ist einfach erklärt: QB Drew Lock. Lock warf in Woche 13 für nur 151 Yards und 2 Touchdowns, beide gingen an Jeudys Kollegen Tim Patrick. Lock hatte vergangenen Spieltag nur 28 Passversuche, bringt im Saisonschnitt nur 20 Pässe pro Spiel (55,4% Completions) an den Mann. Jeudy hatte heuer erst ein Spiel mit mehr als 100 Receiving Yards und steht bei 2 Touchdowns, sorgt im Schnitt nur knapp unter 50 Yards pro Spiel. Solange Drew Lock bei den Broncos under center ist, ist Jerry Jeudy im besten Fall eine Boom-or-Bust Option. Trotz all seinem Talent.

 

+++MUST ADD+++

TY Hilton
Elf Wochen lang war TY Hilton eine einzige Enttäuschung für Fantasy-Owner. Kein Touchdown, nur ein Spiel mit zweistelligen (PPR-)Punkten. Für viele Owner Grund genug, um Hilton guten Gewissens auf den Waiver zu schicken. Hilton war nie einer der konstanten WR-Optionen im Fantasy Football. Spätestens nach elf Runden war es jedoch an der Zeit, den vierfachen Pro-Bowler für die laufende Saison aufzugeben. Offensichtlich eine Woche zu früh. Am 12. Spieltag besann sich Hilton endlich seiner früheren Leistungen und zeigte mit 4 Receptions für 81 Yards und einem Touchdown endlich eine ordentliche Stat-Line. Am vergangene Spieltag folgte dann seine beste Fantasy Performance seit zwei Jahren: 8 Receptions, 110 Yards, 1 Touchdown, 25 Fantasy-Punkte (PPR-Format). Hilton erinnerte uns in Woche 13, dass er immer noch der beste Wideout in Indianapolis ist. In den kommenden beiden Wochen warten die Raiders und die Texans auf die Colts. Nun gilt es ausnutzen, dass zahlreiche Owner die Geduld verloren haben. Hilton für den Rest der Saison unbedingt vom Waiver holen und vor allem gegen die Texans starten!

Cam Akers
Aus Fantasy-Sicht war das Backfield der Rams bisher ein Graus. Running Back Committee mit Darrell Henderson, Malcolm Brown und Rookie Cam Akers. Rams Head Coach Sean McVay rotierte die drei nach dem “Hot-Hand” Prinzip. Die heißeste Hand dürfte aktuell Cam Akers haben. In Woche 12 hat der Rookie seine Chance genutzt und aus 9 Touches 84 Yards und einen Touchdown erzielt. Grund genug für McVay, um ihn in Woche 13 gegen die Cardinals zum Lead Back zu machen. Akers hatte mit 21 Rushes und einer Reception Touches (94 Total Yards, 1 Touchdown) die mit Abstand meisten Touches im Rams-Backfield. Wir gehen davon aus, dass McVay seinem Prinzip treu bleibt und Akers aktuell Lead Back bleibt. Der heurige 2nd-Round Pick der Rams ist ein echter 3-Down-Back und hat mit dem Patriots und Jets zwei leichtere Aufgaben in den kommenden beiden Wochen. Wenn ihr aktuell auf einen Rams-RB setzen wollt, dann auf jeden Fall Cam Akers nehmen.

In diesem Sinne: Alles Gute für die Fantasy-Playoffs!