Ein Viertel der Fantasy-Saison ist gespielt. Langsam aber doch geht es um die Playoffs. Die ersten Bye Weeks stehen an, eine starke Tiefe im Kader macht sich nun bezahlt. Und: Der Waiver wird für viele zum letzten Strohhalm, um das Fantasy Line-Up aufzupimpen. Unsere TOP & FLOP aus Woche 4 und ein paar Kandidaten für Spieltag 5:

+++TOP+++

Joe Mixon
Na bitte, man muss nur fest schimpfen! Mixon war in den ersten drei Saisonspielen eine Riesenenttäuschung, vergangene Woche deshalb auch bei unseren Flops. Geduldige Fantasy-Owner, die ihn in Woche 4 dennoch im Line-Up ließen, wurden belohnt: 51 Rushing Yards, 30 Receiving Yards, 3 Touchdowns. Kein Nicht-QB hatte in Woche 4 mehr Fantasy-Punkte als der RB der Cincinnati Bengals. Für Mixon war es bisher das beste Spiel seiner Karriere. Zweifler sind, vorerst, ruhig gestellt. Eine Leistung wie in Woche 4 dauerhaft zu erwarten, wäre selbstverständlich überzogen. Wir gehen aber dennoch davon aus, dass Mixon seinem Status als 1st-Round Fantasy Pick weiterhin gerecht wird.

George Kittle
Es fällt uns ein wenig schwer, einen Spieler wie George Kittle als TOP zu nennen. Kittle wird spätestens in Runde 2 gedraftet, gilt mit Kelce als bester Tight End der Liga. Seine Performance in Woche 4 war dennoch abnormal. 15 (!) Receptions, 181 Receiving Yards und ein Touchdown. Kittle ist der unumstrittene Mittelpunkt der Passing Offense der 49ers. Zweifel, ob er nach seiner Verletzung aufgestellt werden sollte? Zunichte gemacht. Als ob er nie weg gewesen wäre. Seine Studs lässt man nicht auf der Bank. Sie gewinnen eine Fantasy-Partie!

 

+++FLOP+++

Houston Texans
Deshaun Watson: QB 15 bzw. QB17 (je nach Scoring Format). Will Fuller: WR17 (WR21 im PPR Format). David Johnson: RB20 (PPR RB23). Randall Cobb, Brandin Cooks und Duke Johnson? Nicht der Rede wert. Nicht einmal in PPR-Ligen. Die Texans-Offense funktioniert bisher gar nicht. Im Schnitt magere 20 Punkte pro Spiel. Einer der Gründe, warum sich die Texans von Head Coach Bill O’Brien getrennt haben (siehe Daily Huddle Bericht). Ob es unter Interimscoach Romeo Crennel besser läuft, bleibt abzuwarten. Texans-Spieler im Fantasy Football aufzustellen ist daher momentan sehr mutig. Deshaun Watson sollte einem eigentlich Fantasy Spiele gewinnen, ist aber maximal Durschschnitt. Will Fuller als Top-20 WR klingt grundsätzlich brauchbar, lässt aber wie in Woche 2 (0 Punkte!) immer wieder komplett aus. David Johnsons Statistiken leben von seinem guten Spiel in Woche 1. Danach im Schnitt nur 40 Rushing Yards pro Spiel, ein Touchdown insgesamt. Cobb, Cooks und Duke Johnson? Wie gesagt, nicht der Rede wert. Wer Texans-Spieler starten lässt, ist aktuell selbst Schuld. Oder sehr mutig.

Packers-WR
Die Packers-Offense läuft wie geschmiert. Vier Siege, in jedem Spiel mindestens 30 Punkte erzielt. Aaron Rodgers steht bei 1.214 Passing Yards, 13 Touchdowns und keiner Interception. Ohne Star-Wideout Davante Adams. Das Problem aus Fantasy-Sicht? Seine Anspielstationen vorherzusagen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Unser Favorit, vor allem nach dem Ausfall von Adams, war Marquez Valdes-Scanting. Der hatte hinter Adams die meisten Targets. QB Rodgers war Allen Lazard aber lieber. Der wiederum fällt seit Woche drei mit einer Bauchmuskelverletzung länger aus. MVS wieder im Geschäft? Leider nein. Gegen die Falcons in Woche 4 war TE Robert Tonyan Rodgers’ bevorzugte Option (6 Receptions, 98 Yards, 3 Touchdowns). Zusätzlich zu den Running Backs Aaron Jones und Jamaal Williams, die laufend ins Passspiel eingebunden werden. Die Packers sind in Woche 5 auf Bye Week. Danach kommt Davante Adams zurück. Der ist aus unserer Sicht der einzige Packers-Receiver, den man im Fantasy Football bedenkenlos starten kann.

Injury Bug / COVID-19
Christian McCaffrey, Saquon Barkley, Michael Thomas, Davante Adams, Chris Godwin, seit dieser Woche Nick Chubb und Austin Ekeler – die Liste der verletzten Fantasy-Studs wird von Woche zu Woche länger. Aber: Players get hurt. Umsichtige Fantasy Owner holen sich die Hand-Cuffs zu ihren Running Backs und die Next-Men-Up der Wide Receiver. Seit Woche 4 wissen wir auch, dass Spieler nicht zwingend verletzt sein müssen, um für das Fantasy Line-Up auszufallen. Danke COVID-19! Corona-bedingte Ausfälle vorherzusehen dürfte einer Lotterie gleichen. Zwei Tipps daher aus unserer Sicht:

  1.  Wenn möglich Spieler der Sonntagsspiele um 19:00 aufstellen und somit das Risiko reduzieren, das die Sunday bzw. Monday Night Games kurzfristig abgesagt werden müssen.
  2. IR-Spots! Falls noch nicht geschehen, kontaktiert eure League Commissioner bezüglich Einführung von Injury Reserve Spots. Die bringen in Redraft-Ligen grundsätzlich kaum Mehrwert, besonders bei Langzeitverletzungen. Dank Corona wird diese Option jedoch interessant, vor allem in Ligen mit weniger Bench-Spots. Sollten Spieler wegen Verschiebungen aufgrund von COVID-19 kurzfristig ausfallen, könnt ihr diese auf IR setzen. Dadurch wird vermieden, dass Spieler gecutted werden müssen, um Free Agents als Ersatz für die Ausfälle in den Kader zu holen.

 

+++MUST ADDS+++

Alshon Jeffery
Die Philadelphia Eagles sind bisher eine große Enttäuschung. In der NFL und im Fantasy Football. Carson Wentz als QB wirkt bisweilen hilflos. Dies liegt einerseits an seiner kaputten O-Line. Andererseits am Fehlen von Anspielstationen. Zumindest für Letzteres ist in Woche 5 Besserung in Sicht. WR Alshon Jeffery, bisher ohne Einsatz in dieser Saison, kehrt von seiner Verletzung zurück. Jeffery ist auf fantasy.nfl.com in weniger als 7 Prozent aller Ligen gedraftet. Wenn fit, ist er das Top-Target der Eagles und auf Anhieb Starter für das Fantasy Lineup. Carson Wentz wird sich auf die Rückkehr seines WR1 freuen. Wir tun das auch!

Joshua Kelley
Wie bereits oben erwähnt: Players get hurt. Am vergangenen Spieltag unter anderem Chargers-RB Austin Ekeler. Next man up? Rookie Joshua Kelley. Die Auftritte des 4th-Round Picks der UCLA waren bisher zwar nicht wirklich überzeugend. Magere 3,3 Yards per Carry. Austin Ekeler wird mit einer Hamstring-Injury auf jeden Fall länger ausfallen, Kelley die Starterrolle einnehmen. Auch wenn er Ekeler nicht 1-1 ersetzen kann, die Anzahl der Touches wird garantiert erhöht! Zumindest zum FLEX-Play sollte es für Kelley reichen, nachdem wöchentlich weitere Spieler ausfallen.