Für Woche 6 im Fantasy Football haben wir uns zwei Rookies und einen eher unbekannten Tight End als TOP-Performer herausgesucht. Der FLOP der Woche erinnert uns an eine ähnliche Geschichte aus dem Vorjahr. Und unsere MUST ADDS sollten in den meisten Ligen noch zu haben sein! Here we go:

+++TOP+++

Justin Jefferson
Justin Jefferson, der Rookie WR von den Minnesota Vikings, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Trotz katastrophaler Leistung seines Quarterbacks: Kirk Cousin stellte mit 3 Interceptions in einer Hälfte gegen die Atlanta Falcons einen persönlichen Rekord auf. Keinen schmeichelhaften, so viel ist sicher. Umso beeindruckender ist die Statistik von Jefferson: 9 Receptions für 166 Yards und zwei Touchdowns. Der LSU-Absolvent hat sich mittlerweile in der Liga einen Namen gemacht. An der Seite von WR Adam Thielen blüht der 21-jährige First-Rounder (Pick 22) regelrecht auf. Aktuell steht er bei 537 Yards und drei Touchdowns. Bestwert aller Rookie-WR der Liga. Gegen die Falcons 31% Target Share bei den Vikings, mehr als doppelt so viele Targets wie Thielen. Nach Spieltag 3 war Jefferson einer unserer MUST ADDS. Mittlerweile ist er ein “Must Start” in allen Formaten. Das nächste Mal nach der Bye Week der Vikings gegen die Green Bay Packers in Woche 8.

D’Andre Swift
Lieber Herr Patricia! Spieltag 6 war für Sie hoffentlich Grund genug, um D’Andre Swift künftig als Lead Back einzusetzen. Vielen Dank, ihre Fantasy-Community. In Woche 6 durfte der ehemalige Georgia-RB endlich beweisen, warum er vor dem heurigen Draft lange Zeit als bester Running Back der 2020-Class galt. 123 Total Yards, 2 Touchdowns, RB3 im PPR-Format. In keinem der fünf Spielen davor sah Swift mehr als 5 Carries oder 10 Total Touches. Warum weiß wohl nur Matt Patricia selbst. Dabei waren die Erwartungen, vor allem in der Fantasy Community, groß. Obwohl Swift von den Detroit Lions gedraftet wurde. Dominante Auftritte im College. 2020 nur 3 Spots hinter Clyde Edwards-Helaire zu Beginn der zweiten Runde als zweiter Running Back ausgewählt. Ein dynamischer Rusher, dank seiner Fähigkeiten als Fänger ein echter Three-Down-Back. Umso unverständlicher war die Verpflichtung von Adrian Peterson zu Saisonbeginn. Spieltag 6 hat HC Patricia hoffentlich daran erinnert, warum Swift – zurecht – ein hoher Draft Pick war. Ab sofort bitte mehr davon!

Anthony Firkser
Wer? Anthony Firkser, Back-Up TE der Tennessee Titans. Der 25-jährige ehemalige Harvard-TE war in der NFL bisher hauptsächlich für seine Blocking-Qualitäten bekannt. Bis zum vergangenen Spieltag. Acht gefangene Pässe für 113 Yards und ein Touchdown machten Firkser zum besten Fantasy-TE in Woche 6. Weil der Breakout-TE der Titans, Jonnu Smith, mit einer Knöchelverletzung vom Feld musste. Die Verletzung soll zwar nicht besonders schwer sein, dennoch sollte man Smiths Status bis Sonntag beobachten. Firkser ist für uns noch kein MUST ADD. Außer Smith fällt aus. Titans-QB Ryan Tannehill liebt seine Tight Ends in der Endzone: 5 Spiele, 7 Touchdowns durch Tight Ends. Firkser hat nicht nur am letzten Spieltag bewiesen, dass er mehr als blocken kann. In Harvard hat er nämlich nicht nur angewandte Mathematik erfolgreich studiert, sondern auch die sechstmeisten Touchdowns in der Geschichte der Elite-Uni gefangen. Firkser bleibt für die kommenden Wochen jedenfalls auf unserem Radar.

 

+++FLOP+++

Alshon Jeffery
Jeffery war nach Woche 4 einer unserer MUST ADDS. Die ersten Wochen musste der Veteran WR der Eagles mit einer Fußverletzung passen. Seine Rückkehr war für  Woche 5 vorgesehen. Immerhin hat er die Trainingseinheiten vor dem Spiel gegen die Steelers vollständig absolviert. Ein Einsatz kam krankheitsbedingt jedoch nicht zustande. Comeback in Woche 6? Ebenfalls Fehlanzeige. Eine erneute Fußverletzung verhinderte den Einsatz. Status für Spieltag 7 (Thursday Night Game gegen die New York Giants)? “Limited in Practice”, Einsatz fraglich. Ein WR1, der Woche für Woche fraglich ist und am Ende des Tages nicht spielt? Kennen wir aus der Vorsaison aus Cincinnati. A.J. Green hatte 2019 ebenfalls die ersten Spieltage verletzungsbedingt verpasst. Erwartet war ein Ausfall für den Saisonbeginn. Greens Status war danach ab Mitte der Saison stets der gleiche: QUESTIONABLE unter der Woche, OUT am Spieltag. Bis ihn die Bengals kurz vor Saisonende auf IR setzten. Am Ende gab es keinen einzigen Einsatz für Green im Jahr 2019. Wir hoffen stark, dass Jeffery heuer keinen Green macht.

 

+++MUST ADDS+++

Travis Fulgham
Travis Fulgham von den Philadelphia Eagles war bereits vergangene Woche ein MUST ADD. Insgesamt 209 Yards und 2 Touchdowns in Woche 4 und 5 gegen die Steelers und 49ers waren Grund genug, um ihn ab Woche 6 in den Kader zu nehmen. Wir nehmen Fulgham, ein 6th-Round Pick der Detroit Lions 2019, diese Woche in die Kategorie MUST ADDS auf. Nicht nur aufgrund seiner sechs Catches für 75 Yards und eines Touchdowns gegen die Baltimore Ravens. Flugham hat in den letzten drei Wochen mit Abstand die meisten Targets (26) und Receptions (18) bei den Eagles. Vor der Tür steht das Spiel gegen die New York Giants. Den Eagles fallen dafür TE Zach Ertz und RB Miles Sanders aus. WR Alshon Jefferys Einsatz ist mehr als fraglich. QB Carson Wentz hat außerdem kaum noch brauchbare O-Liner, die ihn beschützen. Dafür mit Fulgham einen verlässlichen Wide Receiver, dem er  vertraut. Falls Flugham in eurer Liga noch verfügbar ist, unbedingt adden!

Tee Higgins
Tee Higgins hätte eigentlich langfristig die Rolle von A.J. Green bei den Cincinnati Bengals einnehmen sollen. Die Devise lautete: Sitzen und vom Altmeister lernen. Doch davon hielt Higgins, der 33. Pick des heurigen Drafts, herzlich wenig. Green hat er längst übertrumpft. Gleich viele Receptions wie der All Time Leading WR der Bengals, dabei aber ganze 120 Yards und 2 Touchdowns mehr. Seit Spieltag 2 die zweitmeisten Targets von QB Joe Burrow. In Woche 6 gegen die Indianapolis Colts hat Higgins die meisten Snaps aller Bengals-WR gespielt. Mit Erfolg: 125 Receiving Yards gegen eine der besten Passverteidigungen der Liga. Der 21-jährig hat mit Green und Tyler Boyd reichlich teaminterne Konkurrenz auf seiner Position. Aber Joe Burrow führt nach 6 Spieltagen die Liga mit den meisten Passversuchen an. Higgins sollte weiterhin reichlich davon sehen. Von Altmeister Green lernen wird er. Auf dem Feld, nicht von der Bank aus.