Nachdem unsere Analyse vergangene Woche aus gegebenem Anlass ausgefallen ist, gibt es diese Woche wie gewohnt unseren Fantasy Football Rückblick. Wir präsentieren euch unter anderem DEN dominanten Fantasy Spieler der letzten zwei Wochen, einen Fantasy-Stud als FLOP und einen MUST ADD, bei dem wir gegen unsere eigenen Regeln verstoßen.

+++TOP+++

Dalvin Cook
Ja, Dalvin Cook war in den meisten Drafts ein First Runder. Falls das in eurer Liga nicht so war, solltet ihr diese aufgrund sportlicher Wertlosigkeit verlassen. Von einem First Rounder erwarten wir überzeugende Leistungen. Cooks Statistiken an den letzten beiden Wochenenden sind aber abnormal! 226 Total Yards und 4 Touchdowns in Woche 8 gegen die Green Bay Packers. Vergangenen Sonntag waren es gegen die Detroit Lions 252 Yards und 2 Touchdowns. Cook führt die Liga mit den meisten Rushing und den meisten Total Touchdowns an. Er steht aktuell bei 1.031 Yards Rushing plus Receiving und 7 Touchdowns. In 7 Spielen (Woche 6 verletzt, Woche 7 Bye Week)! Macht Cook in den verbleibenden 8 Spielen so weiter, kratzt er am Single Season Record vom All Time Rushing Leader der Vikings, Adrian Peterson. Der hatte 2012 unglaubliche 2.314 Total Yards und 13 Touchdowns. In PPR-Formaten macht Cook bisher im Schnitt 29 Punkte pro Spiel. Solche Statistiken würden sich manche von ihren Quarterbacks wünschen. Kurzum, Cook gewinnt seinen Ownern momentan Spiele im Alleingang. Und das zumindest auch in der näheren Zukunft. Die kommenden Gegner sind die Bears, Cowboys, Panthers und Jaguars. Allesamt Teams, deren Laufverteidigung in der unteren Hälfte der Liga zu finden ist. Viel Spaß also bei der Fortsetzung der Kochshow.

A.J. Brown
A.J. Brown hatte 2019 gleich in seinem ersten Jahr eine Breakout Saison. 1.051 Receiving Yards und 8 Touchdowns sind respektable Zahlen für einen Rookie-WR. Die Frage in der Off-Season war, ob die zweite Saison eine Steigerung, oder einen Sophomore Slump bringen würde. Für Letzteres haben vor allem seine hohen 20,2 Yards per Catch aus der Rookie Saison und die enttäuschenden Auftritte in den 2019 Playoffs gesprochen. Die Frage hat sich in den ersten 4 Runden jedoch nicht gestellt, da sich Brown im ersten Spiel gegen die Broncos verletzt hat. Seit seiner Rückkehr in Woche 5 liefert Brown. Konstant. Nicht überragend, aber verlässlich. Brown sieht im Schnitt 8 Targets pro Spiel und ist erneut ein Monster nach dem Catch. Und Brown scort. In jeder der letzten 5 Begegnungen fand Brown zumindest einmal in die Endzone. In den letzten 3 Wochen ist Brown WR6 in Standard-, WR9 in PPR-Formaten. Aus unserer Sicht kann es gerne so weitergehen.

 

+++FLOP+++

Ezekiel Elliott
Ezekiel Elliott ist im Moment quasi das Gegenteil von Dalvin Cook – ein 1st Rounder, der unter den Erwartungen performt. Zeke ist in den vergangenen Jahren neben Christian McCaffrey der verlässlichste Fantasy Running Back. Bei den Cowboys läuft heuer allerdings so gar nichts rund. Nicht erst seit der Verletzung von Quarterback Dak Prescott. In der Vergangenheit war das jedoch kein Problem, da Zeke immer geliefert hat. Aktuell lässt er sich aber von den schlechten Leistungen seines Teams anstecken. Kein Touchdown in den letzten 4 Spielen, in den vergangenen 3 Begegnungen jeweils weniger als 10 Fantasy Punkte. Besserung in Sicht? Nicht wirklich. Dafür sind die Ausfälle auf der QB-Position zu gravierend und die O-Line der Cowboys nicht mehr dominant genug. In Woche 10 sind die Cowboys auf Bye Week. Danach sollten Zekes Quarterbacks immerhin nicht mehr Ben DiNucci und Garrett Gilbert, sondern wieder Andy Dalton heißen. Luftsprünge machen wir deshalb aber keine machen. Viel mehr als RB2-Statistiken erwarten wir von Zeke in den kommenden Wochen nicht.

 

+++MUST ADDS+++

Jakobi Meyers
Ok, wir werden uns für diesen Tipp selbst hassen. Patriots darf man im Fantasy Football nicht trauen. Aber Jakobi Meyers ist zu interessant, um ihn nicht zu nennen. 2019 als Undrafted Free Agent in New England angeheuert, machte Meyers bereits vergangenen Sommer im Trainings Camp auf sich aufmerksam. Seine Rookie Saison in der NFL verlief jedoch unspektakulär. Zu Beginn der Saison 2020 war Meyers ein Non-Factor bei den Patriots, was sich in den vergangenen 3 Wochen geändert hat. Meyers hat in dem Zeitraum die sechstmeisten Targets aller NFL Wide Receiver. Woche 9 gegen die Jets war mit 12 Receptions für 169 Yards ein richtiges Breakout Game. Julian Edelman fällt mit einer Knieverlängerung länger aus. N’Keal Harry kuriert eine Gehirnerschütterung aus. Die Tight Ends der Patriots sind verletzt. Die Running Backs wechselt Bill Belichick öfters als seine Unterhosen. Zusammengefasst, die Patriots haben niemanden, der verlässlich Bälle fängt. Meyers bekommt daher aktuell 38 Prozent der Patriots-Targets. Ob man Spielern der Patriots im Fantasy Football trauen kann, muss jeder für sich entscheiden. Wenn ja, ist Meyers auf jeden Fall DIE Option.

Duke Johnson
Seit Duke Johnson 2015 zu den Cleveland Browns in die Liga gekommen ist, halten wir ihn für einen talentierten NFL Running Back. Johnson ist kein reiner Bell Cow Back, war aber schon im College bei den Miami Hurricanes ein feiner Pass Catcher. Dies wurde in seinen ersten fünf Saisonen in der NFL deutlich, auch wenn er bisher kaum Snaps als Starter bekommen hat. Vor allem die Saison 2017 war aus Fantasy Sicht in PPR-Ligen höchst erfolgreich, als Johnson 74 Catches für knapp 700 Yards und 3 Touchdowns hatte. Mit dem Trade zu den Texans hat er uns Fantasy Ownern bisher keinen großen Gefallen getan. Dafür hat er zu wenig Touches gesehen. Seit heuer hat er mit David Johnson einen neuen Starting-RB vor der Nase, der Woche 9 jedoch mit einer Gehirnerschütterung frühzeitig beenden musste. Dukes Statistiken als Ersatz waren nicht berauschend (vor allem die Rushing Stats), aber für PPR-Formate brauchbar. Zumindest ins Passspiel wird Duke seit zwei Wochen eingebunden. Sollte David Johnson (der bei den Texans bisher nicht wirklich überzeugt hat) weitere Spiele verpassen, ist Duke zumindest eine interessante Flex-Option.