Mit dem Sieg der Indianapolis Colts über die Tennessee Titans (34-17) zieht das Team von Head Coach Frank Reich am Division-Rivalen vorbei. Beide Teams stehen in der AFC South bei einer Bilanz von 6-3. Mit 308 erzielten Passing Yards überholte QB Philip Rivers den großen Dan Marino.


Die Defense der Colts bestätigt weiterhin ihren Anspruch als Nr. 1 Defense in der NFL. Das bevorzugte 4-3 Zone-Coverage-System von DC Matt Eberflus bietet gegen das Passspiel kaum Schwächen. Deep Balls oder Big-Plays gegen die Colts? Fehlanzeige. Die D-Line, angeführt von DT DeForest Buckner, konnte durchgehend Druck auf den QB Ryan Tannehill aufbauen. Zu Beginn sah es für die Titans vielversprechend aus. Ein nahezu perfekter Drive endete mit einem Touchdown durch RB D’Onta Foreman. Nicht ins Spiel fand A.J. Brown. Der Nummer 1 WR beendete die Begegnung mit nur einem Catch. Leading Receiver war Corey Davis (5 Receptions für 67 Yards), der kürzlich seinen Bruder nach einem längeren Krebsleiden verloren hat.

Star RB Derrick Henry beendete das Thursday Night Game mit über 100 Rushing Yards. Der mühevoll erkämpfte Raumgewinn ist nett für die Statistik, mehr auch nicht. „Wir müssen einige Dinge ändern. Wir haben einfach nicht gut gespielt und auch mein Coaching ist zu verbessern. So kann man nicht gewinnen”, sagt Mike Vrabel, Head Coach der Tennessee Titans. Für die Story des Tages sorgte der Punter der Titans: Trevor Daniel war kürzlich noch als FedEx Fahrer unterwegs als GM Jon Robinson den ehemaligen Absolventen des Tennessee Volunteers College zu einem Tryout einlud. Die Cinderella Story ging nicht ganz auf. Ein Punt von Daniel wurde von dem starken Special Team der Colts geblockt.

Philip Rivers überholt Dan Marino
Bei den Colts lief alles wie am Schnürchen. RB Nyheim Hines macht sich mit einem Rushing- und Receiving-Touchdown gleich selbst ein Geburtstagsgeschenk. Der 24-jährige hat mittlerweile den Lead im Backfield übernommen. Die in den letzten Wochen kritisierte Offense zeigte sich stark verbessert. Speziell Michael Pittman Jr., ein 2nd-Round-Pick der Colts im Draft 2020, hat sich mit über 101 Receiving Yards für höhere Aufgaben empfohlen.

Über die sieben Receptions des Rookies freute sich besonders Quarterback Philip Rivers. Bei dem Sieg über die Tennessee Titans überholte der 38-jährige die QB-Legende Dan Marino von den Miami Dolphins in der Kategorie der Passing Yards. Rivers steht nun bei 61.666 Yards und auf Platz 5 der Bestenliste. Uneinholbar voran liegen Drew Brees von den New Orleans Saints (79.536) vor Tom Brady von den Tampa Bay Buccaneers (76.969) sowie die nicht mehr aktiven Peyton Manning (71.940) und Brett Favre (71.838).