Die Buffalo Bills (12-3) standen bereits vor dem 16. Spieltag als Sieger der AFC East fest. Dank dem ersten Sieg in der Division seit 25 Jahren waren die Bills vorzeitig für die Playoffs qualifiziert (Daily Huddle berichtete). Zum Abschluss des aktuellen Spieltages hat das Team von Head Coach Sean McDermott den Status als klare Nummer 1 der AFC East untermauert und die New England Patriots (6-9) mit 38-9 aus dem eigenen Stadion geschossen.


Die Wachablöse in der AFC East wurde bereits vor dem aktuellen Spieltag vollzogen. Die jahrelange Dominanz der New England Patriots ist Geschichte. Das Team von Bill Belichick ist heuer nach 11 aufeinanderfolgenden Playoff-Teilnahmen nicht in der Post-Season vertreten. Gestern mussten die Patriots schmerzhaft anerkennen, dass die Bills das neue Maß der Dinge in der Division sind. Josh Allen und Co. ließen dem ehemaligen Dauergast im Super Bowl nicht den Funken einer Chance.

Dynastie der Patriots geht zu Ende
Zu Beginn des Spiels konnten die Patriots im heimischen Gillette Stadium noch halbwegs mithalten. Mitte des zweiten Viertels war die Messe jedoch gelesen. Zwei Scores der Bills innerhalb von wenigen Minuten sorgten für einen 24-9 Pausenstand, von dem sich die Patriots nicht mehr erholten. Die Offense um QB Cam Newton blieb im Anschluss punktelos. Die Bills legten nach der Pause zwei weitere Touchdowns nach. Newton wurde Mitte des Dritten Viertels sogar für Jarrett Stidham gebencht. Die Zukunft des ehemaligen MVP ist in New England mehr als ungewiss. Die Patriots verlieren erstmals seit 19 Jahren zweimal in einer Saison gegen einen Divisions-Rivalen. Bill Belichick wird als Patriots-HC zum ersten Mal seit 2000 eine Saison mit einem Losing Record abschließen.

Josh Allen und Stefon Diggs überragend
Maßgeblichen Anteil am dominanten Auftritt der Bills hatten einmal mehr QB Josh Allen und sein Receiver Stefon Diggs. Allen brachte 27 von 36 Pässen für 320 Yards und 4 Touchdowns an (drei durch Diggs, einer von TE Lee Smith) an den Mann. Rookie-RB Zack Moss sorgte für einen weiteren Score. Im letzten Viertel wurde Allen von HC McDermott eine Schaffenspause gegönnt. Ersatzmann Matt Barkley durfte ein wenig Spielzeit sammeln.

Für Josh Allen war es das zweite Spiel in Folge und das sechste in der laufenden Saison mit vier oder mehr Touchdowns. Der 1st Rounder aus 2018 (7th Overall) genießt in seinem dritten Jahr in der NFL eine echte Breakout Season. Mit 4.320 Passing Yards rangierte der 24-jährige auf dem dritten Platz, dicht hinter Mahomes (Chiefs) und Watson (Texans). Zudem hat Allen die zweitmeisten Total Touchdowns (34 Passing, 8 Rushing, 1 Receiving) erzielt. Werte, die den QB der Bills in den erweiterten MVP-Kandidaten-Kreis befördern. Allen setzt außerdem neue Maßstäbe bei den Buffalo Bills: 375 Completions und 34 Passing Touchdowns sind neue Bestwerte in der Geschichte der Franchise.

Neben Allen schreibt ein weiterer Mann die Geschichtsbücher in Buffalo um: WR Stefon Diggs. Die Bills haben mit dem Trade des 27-Jährigen von den Minnesota Vikings einen wahren Goldgriff gemacht. Diggs steuerte gestern drei Touchdowns bei und führt die NFL in Receptions (120) und Receiving Yards (1.459) an. Die 120 Receptions sind außerdem Rekordwert in der NFL-Geschichte für das erste Jahr eines Spielers bei einer neuen Franchise. Diggs hat sich mit seinen heurigen Leistungen in die absolute Elite der NFL-Receiver gespielt und die erstmalige Nominierung für den Pro Bowl redlich verdient. Die Bills haben auf jeden Fall Lust auf mehr. Mit Allen und Diggs in der richtigen Stimmung könnte es in den Playoffs sehr weit gehen.