Die Buffalo Bills (11-3) ziehen am 15. Spieltag mit einem 48-19 Sieg über die Denver Broncos (5-9) fix in die Playoffs ein. Auch der Division-Titel in der AFC East ist QB Josh Allen & Co. nicht mehr zu nehmen. In der Begegnung der Green Bay Packers (11-3) gegen die Carolina Panthers (4-10) setzten sich die „Cheeseheads“ unspektakulär mit 24-16 durch.


Die Bills waren zu Gast im Mile High Stadium von Denver und kamen ihrer Favoritenrolle rasch nach. Für die 14-0 Führung mitten im zweiten Viertel sorgte der grandios aufspielende QB Josh Allen mit einem Rush für 24 Yards. Auffälligster Akteur neben Allen war WR Stefon Diggs, der mit 111 Catches in dieser Saison einen Rekord für seine Buffalo Bills aufstellte. Sein Schatten, CB De’Vante Bausby, war überfordert. Egal ob auf der Go- oder Hitch-Route, Diggs hatte an diesem Abend seine Freude. Das Team von Head Coach Sean McDermott machte sich das Leben in der ersten Halbzeit jedoch selbst schwer. Nach einem Punt von Denver verursachte Bills-WR Andre Roberts einen Fumble beim Returnversuch. Den anschließenden Drive nutze RB Melvin Gordon für einen Touchdown. Doch Bills QB Josh Allen zeigte einmal mehr, dass er in dieser Saison zu den Top-5 auf seiner Position zählt (QB Rating 104,2). 22 Yard Pass durch die Mitte auf Jake Kumerow. Trotz engem Fenster hinein ins Schwarze. Touchdown.

Die große Josh Allen Show
Denver ließ nicht locker und verkürzte kurz vor der Halbzeit auf 21-13. Mehr als ein Aufflackern war es nicht. Die Offense der Broncos konnte gegen die starke Defense der Bills kaum etwas ausrichten. Nach einem weiteren Rushing Touchdown durch Allen, verzeichnete Denver den 30. Turnover in dieser Saison. DE Jerry Hughes trug sich auf Seiten der Bills in die Scoringliste ein und sagte nach dem Spiel: „Wir werden den Sieg beim Rückflug nach Buffalo genießen. Unser Job ist aber noch lange nicht erledigt!“

Zum Ende des dritten Viertels war die Begegnung gelaufen. OC Brian Daboll setzte verstärkt auf das Laufspiel und verhinderte noch bessere Stats seines Quarterbacks. Die können sich aber auch so sehen lassen: 359 Pässe und vier Touchdowns (2x Passing, 2x Rushing). Der 48-19 Triumph über Denver katapultiert die Bills in die Playoffs. Zudem sichern sie sich nach einer 25-jährigen Durststrecke den Division-Titel in der AFC East.

Packers reicht eine starke Halbzeit
Auch im zweiten Samstags-Spiel setzte sich der Favorit durch. Aaron Rodgers agierte in der ersten Hälfte gegen die Panthers erneut souverän, untermauerte seinen MVP-Anspruch. Die ersten drei Drives der Packers endeten mit ebenso vielen Touchdowns. Ordentlich Unterstützung bekam Rodgers von RB Aaron Jones, der im ersten Durchgang 12 Carries für 114 Yards und einen Touchdown erzielte. Für die anderen beiden Scores sorgten TE Robert Tonyan und Rodgers selbst nach einem 6-Yards Scramble. Der Touchdown-Pass auf Tonyan war für Rodgers der 40. in der Saison. Der 37-jährige All Pro ist damit der erste Spieler der NFL-Geschichte mit 40 oder mehr Touchdowns in drei Saisonen (2006, 2011, 2020). Die Panthers-Offense, erneut ohne Star-RB Christian McCaffrey, kam kaum ins Spiel. Die Statistiken von QB Teddy Bridgewater zur Halbzeit waren bescheiden (7 von 15 Pässen für 104 Yards). Den vielversprechendsten Drive setzte Brigdewater beim Spielstand von 14-3 mit einem Fumble an der Goal Line in den Sand.

Mit 21-3 ging es in die Halbzeit, gute Vorzeichen für “Green and Gold”. Abgesehen von der Overtime-Niederlage gegen die Indianapolis Colts am 11. Spieltag konnten die Packers seit 2019 jedes Spiel mit einer Führung zur Halbzeit für sich entscheiden.

Nach den drei Scores im ersten Durchgang nahmen die Packers den Fuß vom Gas. Die folgenden vier Drives endeten mit einem Punt. Teddy Bridgewater hatte am Boden mehr Erfolg als durch die Luft. Sein fünfter Rushing Touchdown der laufenden Saison verkürzte den Spielstand auf 21-10. Von den Packers kam im zweiten Durchgang wenig. Die junge Defense der Panthers stellte sich deutlich besser auf die beste Scoring Offense der Liga ein. Rodgers musste im Verlauf der Partie 5 Sacks einstecken. Aus dem Anfangs vermuteten Blow-Out wurde letztendlich ein wenig souveräner, aber ungefährdeter 24-16 Erfolg. Die Packers festigen damit Platz 1 in der NFC und treffen nächste Woche auf die Tennessee Titans.