New York Jets vs. Denver Broncos (28-37)

Spieltag 4 / Thursday Night Game:

Die Tage von Adam Gase, Head Coach der New York Jets, sind wohl gezählt. Und das ist durchwegs positiv für die „Gang Green“ zu betrachten, die nach der Niederlage im MetLife Stadium gegen die Denver Broncos bei 0-4 stehen. Ein identischer Saisonstart zum Vorjahr. Schlusslicht in der AFC East. Erster Kandidat auf dem First-Overall-Pick im Draft 2021. Nicht ohne Grund wurde die Begegnung als „Tank-Game“ bezeichnet. Ein Titel, der dieser Begegnung aufgrund vieler individueller Fehler auf beiden Seiten gerecht wurde. Unterhaltsam war es allemal.

Die Jets sorgten gleich im ersten Drive für einen vielversprechenden Beginn. Der umstrittene Quarterback Sam Darnold zeigte einmal mehr seine Scramble-Qualitäten und brachte die Jets mit einem Lauf über 46 Yards in Führung. Die Antwort der Denver Broncos kam in Form von WR Jerry Jeudy, der für das „Play of the Game” sorgte:

Für den Rookie war es der erste Touchdown in der NFL. Nach vier Spielen hat Jeudy bereits über 200 Receiving Yards am Konto. Danach gab es ein Hin und Her. Bei den Broncos lieferte Brett Rypien sein Debüt als Starting-Quarterback ab. Den Job “under center” hat der 24-jährige von Jeff Driskel geerbt, der als Ersatz-QB des verletzten Drew Lock im letzten Spiel nicht überzeugte. Und das ist noch harmlos formuliert.

Der Sieg der Broncos lag jedoch weniger an Rypien (2 TD, 19 von 31 Attempts). Im Laufe des Spiels verantwortete dieser drei unnötige Interceptions und erhöhte somit den Unterhaltungswert im Thursday Night Game. Die Jets Cornerbacks Pierre Desir und Brian Poole nahmen die Geschenke dankend an und sorgten für einen Pick-6 sowie zwei Turnovers. Den Unterschied in der Begegnung machte Bradly Chubb aus. Der OLB der Broncos erzielte 2,5 Sacks und war von der ersatzgeschwächten O-Line der Jets mit den Ausfällen der Tackles Mekhi Becton, Chuma Edoga und George Fant nicht zu halten. Der entscheidende Moment im Spiel:

Es folgte ein 34-Yard-Touchdown-Lauf von RB Melvin Gordon, der den Endstand markierte (37-28). Brett Rypien machte sich dabei nochmals nützlich. Als Blocker für Gordon. Immerhin ein Happy End. Die Denver Broncos stehen nun bei einer Saisonbilanz von 1-3 und bringen Adam Gase und seine Jets weiter unter Druck.