Die Tampa Bay Buccaneers (10-5) fügen den Detroit Lions (5-10) auswärts im Ford Field eine historische 47:7 Niederlage zu. Quarterback Tom Brady stellte mit 348 Passing Yards und 4 Touchdowns bereits in der ersten Halbzeit die Weichen für den Sieg. Die Bucs sind damit fix in der Post-Season vertreten.


Die seit 2007 andauernde Durststrecke ist beendet. Die Tampa Bay Buccaneers stehen wieder in den Playoffs. Das erklärte Ziel von Head Coach Bruce Arians, der vor der Saison mit der Zusammenstellung seines Kaders All-In ging. Tom Brady sollte es richten und zeigen, dass er nicht nur ein System-Quarterback ist. Trotz Höhen und Tiefen in der Saison, kommt „the G.O.A.T.“ immer mehr in Fahrt. Sein Deep Ball findet wieder das Ziel und die tiefgründige Beziehung zu Gronk wird immer mehr zum X-Faktor im Playdesign der Bucs. Vor allem in einer Single Coverage. Das bekamen auch die Detroit Lions am 16. Spieltag rasch zu spüren.


Kurz nach dem ersten Touchdown im Spiel legte Brady mit einem perfekten Zuspiel auf WR Mike Evans nach. Zwischenstand: 13:0. Für den Star-WR war es der 60. Touchdown in seiner Karriere. Ein weiterer sollte an diesem Abend folgen. Der 27-jährige zog damit in einen elitären Kreis ein, in dem sich Größen wie Jerry Rice oder Randy Moss befinden.

Die ersten beiden Touchdowns im Detail: 6 Plays über 82 Yards sowie 4 Plays über 80 Yards. Ganz nach dem Geschmack von Bruce Arians, der schon in seiner Hochphase in Arizona nach dem Motto „No Risk It, No Biscuit” gecoacht hat. Frei übersetzt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Fabelleistung von Brady in Halbzeit eins
Noch im ersten Viertel mussten die Lions verletzungsbedingt auf QB Matthew Stafford verzichten. Ersatzmann Chase Daniel sprang ins kalte Wasser und wurde von der Bucs Defense mit einer beeindruckenden Beständigkeit geblitzt. Anspielstationen in der Offense waren Mangelware. Das Fehlen von Lions-WR Kenny Golladay machte die Aufgabe nicht leichter. Bereits im zweiten Viertel war die Begegnung entschieden. Ein Rushing Touchdown von Leonard Fournette, ein One-Hand-Catch von WR Chris Godwin in der Endzone sowie ein Touchdown von WR Antonio Brown sorgten für einen 34:0 Halbzeitstand. Brady beendete den ersten Durchgang mit 348 Passing Yards und 4 Tochdowns. Die Offense der Lions stand zu diesem Zeitpunkt bei 57 Total Yards.

Blamabler Lions-Auftritt am Ford Field
Es roch stark nach einem Shutout. Dazu kam es nicht. Obwohl es auch in der zweiten Halbzeit in der gleichen Tonart weiter ging. Ein Fumble von Lions Rookie D’Andre Swift brachte Tampa Bay an die gegnerische 30 Yard Linie. QB Blaine Gabbert hat in der Zwischenzeit die Pocket von Brady übernommen, der sich eine Schaffungspause gönnte. Danach wurde es für die Lions-Fans richtig bitter: Gleich sein erster Pass fand den Weg in die Endzone. Gronk spazierte zu seinem nächsten Touchdown. Immerhin sorgte Jamal Agnew mit einem 74 Yards Punt-Return für die ersten Punkte für Detroit.

Head Coach Robert Prince hat sich sein Debüt wahrlich anders vorgestellt. Prince? Eine berichtigte Frage: Der Wide Receiver Coach der Lions wurde unter der Woche befördert, weil Interims Head Coach Darrell Bevell, der nach dem Rauswurf von Matt Patricia das Zepter in die Hand genommen hat, auf der COVID-19 Liste landete. Den Durchblick in Detroit zu wahren fällt aktuell schwer. Die 47:7 Heimniederlage unterstreicht die Notwendigkeit eines sorgfältig geplanten Rebuilds.