Eine Woche vor Ende der Regular Season müssen die Arizona Cardinals (8-7) um die Teilnahme an den Playoffs zittern. Am 16. Spieltag setzte es ausgerechnet im eigenen Stadion eine 20-12 Niederlage gegen die San Francisco 49ers (6-9). Für die 49ers war es quasi ein Heimspiel, da das Team von Head Coach Kyle Shanahan COVID-19 bedingt aktuell nicht in ihrer kalifornischen Heimstätte antreten darf. Die Spiele finden vorübergehend im State Farm Stadium in Glendale, Arizona statt. In der weiteren Samstag-Begegnung setzten sich die Miami Dolphins (10-5) mit einem Last-Minute Field Goal durch Jason Sanders gegen die Las Vegas Raiders mit 26:25 durch.


Die Arizona Cardinals gingen als Favorit in das Spiel gegen die 49ers. Neun der letzten 12 Begegnungen konnten die Cardinals für sich entscheiden. Zudem hat QB Kyler Murray zuletzt in Woche 15 mit 435 Total Yards und 3 Touchdowns seine MVP-Form wiedergefunden. Seine erste Anspielstation, WR DeAndre Hopkins, führt die NFL in Receiving Yards an (Daily Huddle berichtete). Die besten Voraussetzungen, um mit einem Sieg die Playoffs klarzumachen. Doch das Zittern geht weiter. Eine starke Defense und ein explosives Run-Game der 49ers machte den Cardinals einen Strich durch die Rechnung.

Die 49ers mussten neben ihrem Starting-QB Jimmy Garoppolo auch auf Back-Up Nick Mullens verzichten. Somit kam C.J. Beathard zu seinem ersten Einsatz als Starter seit knapp zwei Jahren. Ein Comeback bei San Francisco feierte Star-TE George Kittle. Der ehemalige College-Kollege von Beathard an der University of Iowa wurde diese Woche von der IR-Liste aktiviert. Kittle meldete sich gleich im ersten Viertel eindrucksvoll zurück.

Halbzeit eins blieb im weiteren Verlauf unspektakulär. 49ers-RB Jeff Wilson sorgte für den einzigen Touchdown in den ersten beiden Vierteln. Die Cardinals brachten es nur auf zwei Field Goals.

Defense und Run-Game Schlüssel zum Erfolg
Auch nach der Pause dominierten die Abwehrreihen das Geschehen. QB Beathard konnte sich zudem auf das Run-Game verlassen. Die 49ers legten einen weiteren Score durch Fullback Kyle Juszczyk nach. Jeff Wilson beendete den Abend mit 183 Rushing Yards. Von der erfolgreichen No-Huddle-Offense der Cardinals war wenig zu sehen. Murray bekam kaum Zeit, um seine Würfe an den Mann zu bringen und musste drei Sacks einstecken. Sein Laufspiel war mit 75 Yards zwar durchaus effektiv, durch die Luft ging jedoch wenig. Am Ende trafen nur 31 von 50 Würfen die Receiver für 247 Yards und einer Interception. Für den einzigen Touchdown der Cardinals sorgte RB Kenyan Drake erst zu Beginn des vierten Viertels. DeAndre Hokpins, in Woche eins gegen die 49ers mit 14 Receptions für 151 Yards, stand zu dem Zeitpunkt bei mageren 31 Receiving Yards. Die Cardinals blieben lange im Spiel, weil der Kicker der 49ers, Robbie Gould, zwei Field Goals und einen Extrapunkt-Versuch daneben setzte. Auf eine „Hail Murray” (Daily Huddle berichtete) warteten die Fans vergeblich.

Cardinals erwartet Herzschlagfinale
Die Cardinals haben nach der Niederlage die Teilnahme an der Post-Season nicht mehr in der eigenen Hand. Bei einem Sieg der Chicago Bears bei den Jacksonville Jaguars am Sonntag rutscht das Team von Head Coach Kliff Kingsbury aus dem Playoff Picture. Das Spiel gegen die L.A. Rams am 17. Spieltag wird damit zum Pflichtsieg. Außerdem ist man auf Schützenhilfe aus Green Bay (spielen in Woche 17 gegen die Bears) angewiesen, will man es doch noch in die Playoffs schaffen.