Die Dallas Cowboys (4-9) gewinnen ein Footballspiel. Ein Anblick mit Seltenheitscharakter. Zumindest in dieser Saison. Grund für Optimismus? Mitnichten. Der Gegner am 14. Spieltag waren die Cincinnati Bengals (2-9-1), die nach dem Saisonausfall von Joe Burrow (Daily Huddle berichtete) wohl nur gegen die New York Jets (0-13) bestehen könnten. Der deutliche 30-7 Sieg spaltet die Fangemeinschaft der Cowboys. Einige trauern dem höheren Draft-Pick nach, andere spekulieren mit einer Last-Minute Playoff-Teilnahme. Die ist allerdings mehr als unwahrscheinlich.


Derzeit belegen die Dallas Cowboys den vierten Rang in der NFC East. Die Bilanz: Vier Siege, neun Niederlagen. Eine Saison zum Vergessen – doch die Playoff-Chance lebt für das Team von Head Coach Mike McCarthy weiter. Unabhängig vom Ausgang der Saison wird der ehemalige Packers HC auch in der kommenden Spielsaison das Team coachen, bestätigte kürzlich Eigentümer Jerry Jones. Mit einem Einzug ins Playoff könnte McCarthy den Vertrauensbeweis rechtfertigen. Um das zu schaffen, braucht das “Team America” jede Menge Hilfe und Beistand von oben. Das Washington Football Team (6-7) führt die Division an und hat das Momentum mit vier Siegen in Folge auf ihrer Seite. Dahinter rangieren die New York Giants (5-8) und die Philadelphia Eagles (4-8-1).

Playoff-Chance steht bei 1,3 Prozent
Derzeit haben die Cowboys laut CBS Sports-Analyst Stephen Oh eine 1,3-prozentige Chance, die Playoffs zu erreichen. Dazu müssten QB Andy Dalton, RB Ezekiel Elliott & Co. die NFC East gewinnen. Die Defense zeigte sich zuletzt stark verbessert und erzwang gegen die Bengals drei Fumbles. Einer davon endete mit einem 78-Yard-Touchdown-Lauf von DE Aldon Smith. Insgesamt ließen die Cowboys in dieser Saison jedoch 400 Punkte zu (Rang 32). Die Run-Defense ist die schlechteste der gesamten NFL. Ein wenig besser steht die Offense da und erzielt im Schnitt einen Raumgewinn von 372.2. Der Makel an der Statistik: Ein Großteil davon hat QB Dak Prescott beigesteuert, der sich in Runde 5 schwer verletzt hat. Die Pass-Offense liegt dennoch in den Top-10 der NFL. Deutlich enttäuschender ist das Rungame. Ezekiel Elliott hat am 5. Spieltag seinen letzten Touchdown erlaufen. Seither lieferte der Superstar nur ein Spiel mit mehr als 100 Total Yards ab.

Lasset die Rechenspiele beginnen
Die Rechnung ist ganz einfach. Wollen die Cowboys die nicht vorhandene Chance nutzen, müssen zunächst alle drei Spiele gegen die San Francisco 49ers, Philadelphia Eagles und New York Giants gewonnen werden. Eine Bilanz von 7-9 könnte laut aktuellem Stand ausreichen, um die NFC East zu gewinnen. Falls das Washington Football Team nur noch einen Sieg einfährt, bleiben sie dank des Tiebreakers sicher vor den Cowboys. Und da wären auch noch die Giants sowie Eagles, gegen die beide noch gespielt wird. Bei einem Sieg der Cowboys über beide Division-Rivalen spricht der Head-to-Head Tie Breaker für Dallas. Doch will man dieses Team in der aktuellen Verfassung im Playoff sehen? Für einige Fans ist diese Frage obsolet: