Der Vertrag von JuJu Smith-Schuster neigt sich dem Ende zu. 2021 wird der Wide Receiver Free Agent. Ein Verbleib bei den Pittsburgh Steelers ist nicht in Stein gemeißelt. Ein Szenarium, das noch vor zwei Jahren undenkbar gewesen wäre.


Die Pittsburgh Steelers verpflichteten JuJu Smith-Schuster in der zweiten Runde des Drafts von 2017 (Pick 62). Der WR von der USC zeigte gleich in seiner Rookie-Saison seine Qualitäten: 58 Receptions für 917 Yards und sieben Touchdowns. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollten. 2018 gelang dem 23-jährigen an der Seite von Antonio Brown der Durchbruch. JuJu entwickelte sich für Ben Roethlisberger immer mehr zur favorisierten Anspielstation. Seine 1.426 erzielten Yards und 7 Touchdowns waren für die Steelers Grund genug, um Smith-Schuster nach dem Abgang von Brown zum Wide Receiver Nr. 1 im Team zu machen. Seine Popularität auf und abseits des Feldes ist unbestritten. Neben seiner Vorliebe zum Gambling (Fortnite) ist JuJu für jeden Spaß zu haben:

 

Clownsschuhe zu Groß für JuJu
Die Fußstapfen – oder doch Clownsschuhe – von Antonio Brown waren um die eine oder andere Nummer zu groß. Die Saison 2019 war geprägt von Verletzungen und unkonstanten Leistungen. Sein Status als WR Nummer 1 geriet nach 516 Yards und nur 5 Tochdowns schnell in Kritik. Der Ausfall von QB Big Ben trug nicht positiv dazu bei. Die Steelers reagierten auf die schwankenden Leistungen und verpflichteten im Draft von 2020 WR Chase Claypool von der University of Notre Dame in Runde zwei (Pick 49). Ein Investment, das sich bezahlt gemacht hat. Claypool, der aufgrund seiner Statur gut und gerne als Tight End durchgeht, spielt eine herausragende Rookie-Saison und ist speziell in der Red- und End-Zone Roethlisbergers erster Blick. Mit 7 Touchdowns und über 500 Receiving Yards ist er mitten im Rennen für den „Offensive Rookie of the Year.” Für Smith-Schuster nicht die einzige Konkurrenz in der WR-Group. Mit Diontae Johnson, James Washington und TE Eric Ebron steht den Steelers in der Offense explosives Material zur Verfügung.

Super Bowl Ring oder New England Patriots?
Nach einem durchwachsenem Start der Saison 2020 hat sich JuJu mittlerweile stabilisiert. Seine körperliche Präsenz ist stark verbessert – im Underneath-Bereich zeigt sich der Pro Bowler von 2018 fangsicher. Gerade bei den Third Downs lässt sich die Wertigkeit von Smith Schuster erkennen: „Third Downs muss man sich als Spieler verdienen. Das hat auch viel mit Vertrauen zu tun”, bestätigt JuJu, der aktuell bei 516 erzielten Yards und 5 Touchdowns steht.

Beim verfügbaren Cap Space haben die Pittsburgh Steelers für die kommende Saison kaum Spielraum. Laut spotrac.com rangiert das Team von Head Coach Mike Tomlin mit einem Minus von 20,084,938 Million US-Dollar auf Platz 29. Zum Vergleich: Die Jacksonville Jaguars führen das aktuelle Cap Space Ranking mit einem Plus von 86,617,289 Millionen US-Dollar an. Derzeit spricht wenig für einen lukrativen Langzeitvertrag. Der Verbleib von Smith-Schuster hängt wohl auch an Ben Roethlisberger. Klappt es heuer nicht mit dem Titel, dann gehen die Steelers nächstes Jahr womöglich All-In. Mit Big Ben in der Pocket und JuJu als stabile Anspielstation. Sollte es bereits heuer für den Super Bowl Titel reichen, riecht es nach einem Abschied. Als mögliche Interessenten werden die Miami Dolphins, New York Jets und die New England Patriots geführt. Das Team von Bill Belichick hat in der vergangenen Zeit des Öfteren gezeigt, dass sie gewillt sind, auch in der Free Agency kräftig zu investieren. Cap Space ist genug vorhanden (68,407,415 Millionen US-Dollar). Zudem benötigt die WR-Group der Patriots dringend ein Boost.