Die Tage von Carson Wentz als Starting Quarterback der Philadelphia Eagles sind vorerst gezählt. Head Coach Doug Pederson gab bekannt, dass in Woche 14 Rookie Jalen Hurts gegen die New Orleans Saints beginnen wird. Wentz muss auf der Bank Platz nehmen. Ein Wechsel, der laut Pederson notwendig war.

Der Head Coach reagiert damit auf die anhaltend schwache Performance seines Signal Callers. Wentz steht in seiner 5. NFL-Saison aktuell bei 2.620 Passing Yards, 16 Touchdowns (5 weitere Rushing) und 19 Turnover (15 Interceptions, 4 Lost Fumbles). Sein QB-Rating von 72,8 liegt bei mehr als 20 Punkten weniger als in der Vorsaison (93,1). Mitgrund für die schwachen Leistungen ist sicherlich die desaströse O-Line der Eagles. Wentz musste in den letzten zehn Spielen jeweils mindestens 3 Sacks pro Spiel einstecken. Insgesamt ließ die O-Line in der aktuellen Saison bisher 53 Sacks zu. Wenig Unterstützung erhielt Wentz zudem von seinen Skill Position Players. Die Wide Receiver Alshon Jeffrey, DeSean Jackson und Rookie Jalen Reagor verpassten allesamt verletzungsbedingt mehrere Spiele. Ebenso die Tight Ends Zach Ertz und Dallas Goedert sowie Running Back Miles Sanders.

Hurts wird zum Starting-QB
Dass Rookie Jalen Hurts den von Pederson erhofften Impuls setzen kann, hat er am vergangenen Spieltag angedeutet. Bei der 16-30 Niederlage gegen die Green Bay Packers übernahm der 22-jährige für Wentz Mitte des dritten Viertels. In 22 Minuten Spielzeit konnte Hurts 138 Total Yards und einen Touchdown (1 Interception) generieren. Die vorigen Partien kam Hurts nur bei vereinzelten Plays zum Einsatz. In die Begegnung gegen die Saints in Woche 14 darf der 53. Pick des heurigen Drafts erstmals als Starter beginnen.

Ob der Wechsel längerfristig oder gar über die Saison hinaus Bestand hat, ließ Pederson vorerst offen. Die Auswahl von Hurts in der 2. Draft-Runde hat in- und außerhalb der Eagles Organisation für Aufsehen gesorgt: Carson Wentz hat erst im vergangenen Jahr einen hochdotierten Vierjahresvertrag unterschrieben. Eine potentielle Out-Option gäbe es erst 2022. Für die Spielzeit 2021 beträgt das Dead Cap für Wentz knapp 60 Millionen US-Dollar.