NFL Spieltag 3: Jacksonville Jaguars vs. Miami Dolphins (13:31)

Head-to-Head Duelle, spannende Matchups oder Verletzungen sind in der Regel die dominierenden Themen in der Vorberichterstattung einer NFL Begegnung. Nicht bei jener der Jacksonville Jaguars und der Miami Dolphins. Da zierte die Gesichtsbehaarung zweier Quarterbacks die Titelblätter. „The Mustache” vs. „The Beard“. Gardner Minshew vs. Ryan Fitzpatrick. Eine haarige Angelegenheit. Doch konzentrieren wir uns auf’s Wesentliche. Football wurde auch gespielt. Und das recht passabel. Vor allem von den Miami Dolphins, die einen fulminanten Start hinlegten.

Dolphins QB Ryan Fitzpatrick machte dort weiter, wo er letzte Woche aufgehört hat. Statt spektakulären Deep Balls wurde das horizontale Spiel forciert. Routiniert führte der 37-jährige sein Team mit kurzen Pässen auf seine WR-Group Devante Parker, Jakeem Grant und Preston Williams (1 TD) bereits im ersten Viertel zu einer 14:0 Führung. Das Run-Game wurde ebenfalls forciert, ist aber weiterhin ausbaufähig. RB Myles Gaskin, der verstärkt im Passspiel integriert war, erzielte bei 22 Versuchen einen Raumgewinn von insgesamt 66 Yards.

Rookie Running Back lässt Fournette vergessen

Bei den Jacksonville Jaguars war es RB James Robinson, der nach einem Handoff von Gardner Minshew das Leder elegant in die Endzone führte und auf 7:14 verkürzte. Der ungedraftete Rookie war der auffälligste Akteur am EverBank Field und tritt immer mehr aus dem Schatten von Leonard Fournette, der zu den Tampa Bay Buccaneers abgeschoben wurde. 2 Touchdowns sowie 6 Receptions für 83 Yards machen Lust auf mehr. Auf die Antwort von „Fitzmagic“ mussten Gardner Minshew & Co nicht lange warten. Mit einem sehenswerten Zuspiel auf Tight End Mike Gesicki sorgte dieser wieder für eine deutliche Führung, die im Anschluss klug verwaltet wurde.

Der verletzungsbedingte Ausfall von Wide Receiver D.J. Chark war für den Head Coach der Jaguars Doug Marrone kaum zu kompensieren. Hinzu kommt, dass Minshew 3 Sacks hinnehmen musste und 1 Interception verursachte. Für einen Pass in die Endzone sollte es an diesem Abend nicht reichen. „The Beard“ behielt gegen „The Mustache“ die Oberhand und schloss das Spiel mit 18 von 20 Pässen und somit mit einer Completion Percentage von 90 Prozent ab. Interessantes Detail am Rande: Der NFL Wandervogel „Fitzmagic“ besiegte die Jaguars mit gleich 6 verschiedenen Teams: Miami Dolphins, Cincinnati Bengals, Buffalo Bills, Tennesse Titans, Houston Texans und New York Jets.

Blick in die Glaskugel von „Fitzmagic”

Der Sieg über die Jacksonville wurde standesgemäß mit einem bunten und weit aufgeknöpften Touristenhemd gefeiert. „Ich bin seit nun vier Jahren in Florida, da ist es naheliegend, dass ich mich dem Senioren-Look annähere. Mein Hosenbund sitzt auch ein wenig höher als früher“, sagt Ryan Fitzpatrick, der sich sanft durchs Brusthaar streichelte und übrigens vergeben ist: