Für die Wide Receiver lief der erste Tag der Free Agency relativ ruhig. Bisher, zumindest. Dafür war für die schweren Jungs Zahltag angesagt. Die Los Angeles Chargers verpflichten Center Corey Linsley für fünf Jahre und 62,5 Millionen Dollar. Guard Joe Thuney wird von den Kansas City Chiefs gar mit 80 Millionen Dollar für die gleiche Laufzeit ausgestattet.


Dringend benötigte Hilfe für Mahomes
Patrick Mahomes kann spätestens seit dem kürzlich verlorenen Super Bowl ein Lied davon singen, wie wichtig eine intakte O-Line für einen Quarterback ist. Drei Sacks musste der dreifache Pro Bowler gegen die Tampa Bay Buccaneers einstecken, bei gefühlt jedem Play um sein Leben laufen. Umso überraschender, dass die Chiefs kurz vor Beginn der Free Agency ihre beiden Starting Tackles Eric Fisher und Mitchell Schwartz entlassen haben. Verstärkung in der O-Line war dringend notwendig. Mit Guard Joe Thuney wurde das Objekt der Begierde schnell gefunden.

Thuney verlässt damit nach 5 Jahren die New England Patriots. Der zweifache Super Bowl Champion unterschreibt in Kansas City einen Fünfjahresvertrag über 80 Millionen Dollar, 48 Millionen davon garantiert. Laut PFF war Thuney in der vergangenen Saison der zehntbeste Guard der Liga. Seit seinem Einstieg in die NFL fiel Thuney vor allem durch Konstanz auf: Der 28-Jährige verpasste in fünf Saisonen keine einzige Partie, spielte von 2016-2018 99%, in den letzten beiden Saisonen 97% aller möglichen Snaps. Konstanz, die vor allem Mahomes schätzen wird.

 

Linsley wird bestbezahlter Center der NFL
Für Thuney war der Zahltag ebenso überfällig wie für Corey Linsley. Der Center erhält von den Los Angeles Chargers ebenfalls ein Arbeitspapier über fünf Jahre. Die Dienste des All-Pro sind den Chargers insgesamt 62,5 Millionen Dollar Wert. Mit jährlichen 12,5 Millionen wird Linsley damit zum bestbezahlten Center der NFL.

Der 29-Jährige wurde 2014 in der 5. Runde von den Green Bay Packers gedraftet. In den vergangenen sieben Saisonen blickt der ehemalige Ohio State Buckeye auf stolze 99 Starts für die Packers zurück. Die abgelaufene Spielzeit beendete Linsley mit dem besten PFF-Grading aller Center in der NFL. Statt Aaron Rodgers wird künftig der aktuelle “Offensive Rookie of the Year”, Justin Herbert, auf Linsleys Dienste zurück greifen.