J.J. Watt zählt zweifelsohne zu den größten Persönlichkeiten der NFL. Der Defensive End der Houston Texans dominiert gefühlt eine Dekade lang die Line-of-Scrimmage. Obwohl der 32-jährige Pass Rusher verletzungsbedingt ein wenig an Drive verloren hat, zählt der dreifache Defensivspieler des Jahres bei vielen Teams als begehrte Ware. Ein Abschied aus Houston ist aufgrund seiner Verbundenheit mit der Stadt schwer vorstellbar, wird nach dem Hickhack rund um Deshaun Watson (Daily Huddle berichtete) aber immer mehr zur Realität.


An diesen Anblick werden wir uns wohl länger gewöhnen müssen: Die Houston Texans dominieren die Schlagzeilen. Nachdem sich die Causa „Watson” ein wenig beruhigt hat, rückt Teamkollege J.J. Watt wieder verstärkt ins mediale Rampenlicht. Laut NFL Insider James Palmer hat Watt gegen die Tennessee Titans sein letztes Spiel für die Houston Texans bestritten. Jason La Canfora von CBS Sports ging in den Berichten noch einen Schritt weiter, indem er einen möglichen Trade als ausgemachte Sache darstellte. „Die Jungs in der Umkleiden bereiten sich auf den Abgang vor”, sagt La Canfora. Ein potenzieller Abgang würde in der Franchise tiefe Gräben hervorrufen. Für die Fans der Texans ist Watt quasi „Captain America”. Ein Idol auf und abseits des Platzes.

Watt-Kombi in Pittsburgh als Wunschkonzert
Laut Pro Football Focus erzielte Watt ein EDGE Defender Grade von 85,5 Punkten und zählt damit nach wie vor zur ersten Garde. Seit seiner Rookie Saison im Jahr 2011 verbuchte Watt 101 QB-Sacks. Was für einen Abschied aus Houston spricht? Der Unmut von J.J. Watt, der die sportliche Führung mehrfach kritisierte. Vor allem das Thema rund um Deshaun Watson ist nicht spurlos an Watt vorbeigegangen. Und zweitens, der D-Liner wird im Jahr 2021 den Salary Cap mit 17,5 Millionen US-Dollar belasten.

Naheliegend und vorstellbar wäre ein Wechsel zu den Pittsburgh Steelers, die mit Bruder T.J. Watt den gefährlichsten Pass Rusher in ihren Reihen haben. Eine Watt-Kombi in Pittsburgh? Die Quarterbacks in der AFC North (Anm. Lamar Jackson, Baker Mayfield und Joe Burrow) dürften nur bedingt begeistert sein. Was dagegen spricht ist ein Minus von rund 28,5 Millionen US-Dollar am Konto bei den Steelers. Mehr Cap Space zur Verfügung haben die New England Patriots und die Tampa Bay Buccaneers, die des Öfteren als Trade-Kandidaten gehandelt werden. Vor allem die Bucs, die mit Shaquil Barrett, Ndamukong Suh and Rakeem Nunez-Roches einige Free Agents in ihren Reihen haben. Die Entscheidung liegt schlussendlich einzig allein an J.J. Watt selbst.