Baltimore Ravens vs. Kansas City Chiefs (20:34)

Es ist gekommen, wie es kommen musste: Ein Football-Spektakel in Baltimore. Mit den Kansas City Chiefs und den Baltimore Ravens trafen zum Abschluss des 3. Spieltages die besten Teams in der AFC aufeinander. Für viele sogar die besten Teams der NFL.

Patrick Mahomes vs. Lamar Jackson. Zwei Spieler, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch gemeinsam eine neue Generation der Quarterbacks repräsentieren. Als „Spiel des Jahres” wurde die Begegnung zwischen den Baltimore Ravens und Kansas City Chiefs in der noch jungen Saison betitelt. Für den ganz großen Shoot-Out sollte es an diesem Abend nicht reichen. Zu einseitig war das Duell der beiden Signal Caller: Mahomes zeigte den Ravens, die als leichter Favorit in das Spiel gingen, wo der Hammer hängt: 5 Touchdowns und 385 Yards steuerte der 500 Millionen Dollar Man bei. Darunter sehenswerte Deep Balls, meist auf seine Speedster Tyreek Hill und Mecole Hardman, die sich beide in die Scoringliste eintrugen. Und weil es seitens der Chiefs noch nicht spektakulär genug war, legte Mahomes auch noch einen Shovel-Pass nach, der nach einem langen Drive zum Touchdown durch Fullback Anthony Sherman führte.

Rabenschwarzer Tag für Lamar Jackson
Und die Ravens? Die nahmen auch am Spiel teil. Doch Lamar Jackson ließ einiges vermissen. Seine neuentdeckte Stärke im Passspiel, die der amtierende MVP in den ersten Saisonspielen unter Beweis stellte, war nicht mehr vorhanden. Funktioniert das nicht, waren es seine flinken Beine, die meist für einen feinen Raumgewinn sorgten (83 Rushing Yards). Immerhin überholte er damit Cam Newton, der mit 2.032 Rushing Yards die Statistik der Quarterbacks nach drei NFL Spielzeiten anführte.

Eine Statistik ohne Wert. Zumindest an diesem Abend. Für den 23-jährigen war es für seine Verhältnisse eine unterirdische Leistung, der sogar unter der 100 Passing-Yards-Grenze blieb. Auch vom Power Run-Game der Ravens war deutlich weniger zu sehen als zuletzt. Man hatte immer das Gefühl, das Team von HC John Harbaugh benötigt einen Gamechanger. Der kam in Form von Rookie WR Devin Duvernay, der einen 93 Yard Kick-Off zum Touchdown verwandelte.

Für die Ravens war es dennoch zu wenig. Zu dominant war Mahomes, der inzwischen mehr als 10.000 Yards geworfen hat – kein Spieler erreichte diesen Wert schneller als der 25-jährige Super-Bowl-MVP. „Die geben Mahomes nicht ohne Grund eine halbe Milliarde Dollar“, so der Ravens D-Liner Calais Campbell.