Für die Detroit Lions stehen nach der Saison schwerwiegende Entscheidungen an. Die Franchise der Unternehmerin Sheila Ford Hamp, die seit 23. Juni als Eigentümerin fungiert, ist auf der Suche nach einem neuen General Manager und Head Coach (Daily Huddle berichtete). Noch schwerwiegender ist die Entscheidung rund um Quarterback Matthew Stafford, der in der laufenden Saison 2.876 Passing Yards, 18 Touchdowns und 8 Interceptions erzielte. Eine vorzeitige Trennung könnte den Lions laut NBC 10 Millionen US-Dollar sparen.


Für die Detroit Lions ist die Saison gelaufen. In der NFC North belegen die Lions mit vier Siegen und 7 Niederlagen den letzten Platz. Das Playoff ist theoretisch noch möglich, viel spricht aber nicht für das Team von Quarterback Matthew Stafford. Die Rede ist viel mehr von der kommenden Saison, die voraussichtlich am 21. März 2021 offiziell startet. Folgt ein softer oder harter Rebuild? Wer folgt Matt Patricia nach? Und fast noch wichtiger: Bleibt Stafford der Franchise Quarterback? Was gegen den 32-jährigen spricht: Kurz nach dem Start der neuen Saison ist ein 10 Millionen US-Dollar Bonus fällig. Hinzu kommt Staffords Grundgehalt in Höhe von 9,5  Millionen US-Dollar (Plus 500.000 Workout-Bonus) für 2021. Das Jahresgehalt ist für einen NFL Quarterback sehr moderat. Der hohe Bonus so früh in der Saison eher ungewöhnlich. Und genau da drückt der Schuh. Gerade diesen fetten Bonus könnten sich die Lions sparen. Fix ist: Trotz eines potenziellen Trades von Stafford wird der Cap Space von Detroit in der kommenden Saison mit 24,85 Millionen US-Dollar belastet.

Staffords Frau als Zünglein an der Waage
Die Leistungen von Stafford rechtfertigen kein vorzeitiges Ende seines bis 2022 laufenden Vertrages: 43.901 Passing Yards, 274 Touchdowns, 142 Interceptions. Selbst QB-Kollege Aaron Rodgers (Green Bay Packers) ist von seinen Qualitäten vollends überzeugt:

Einen gleichwertigen Ersatz für den All-time Passing Leader der Lions zu finden ist schwierig. Und vor allem riskant. Eine Vertragsverlängerung hängt auch von seiner Frau, Kelly Hall, ab, die seit der COVID-19 Epidemie das Leben im US-Bundesstaat Michigan kritisierte und trotz starker Verwurzelung mit der Region einen Umzug nicht mehr ausschließen kann. Die Führungsebene von Detroit erwartet von Stafford ein klares Zugeständnis. Die Lions sehnen sich nach einem Erfolgserlebnis. Das letzte gewonnen Playoff-Spiel datiert aus dem Jahr 1991 gegen die Dallas Cowboys. Ein Verbleib des Pro Bowlers von 2014 wäre zumindest ein richtiges Signal. Doch vorerst wartet am 13. Spieltag das Division-Duell gegen die Chicago Bears (5-6).