Die Green Bay Packers läuten mit einem 34-17 Sieg gegen die San Francisco 49ers den 9. Spieltag in der NFL ein. Die Packers stehen bei einer Bilanz von 6-2, liegen an der Spitze der NFC North und sind weiterhin auf Playoff-Kurs. Ein großes Stück davon entfernt ist der Super Bowl Teilnehmer aus dem Vorjahr. Die 49ers belegen mit 4 Siegen und 5 Niederlagen den letzten Platz in der NFC West.


Wenn die Green Bay Packers auf die San Francisco 49ers treffen, wird gerne und schnell der Begriff „Spitzenspiel” verwendet. Die zwei besten Teams der NFC aus dem Vorjahr. Ein richtiger Kracher war die Begegnung jedoch nur am Papier. Der von Verletzungen gebeutelte Kader der 49ers ließ ein Duell auf Augenhöhe nicht zu. Nach den Ausfällen von QB Jimmy Garoppolo, TE George Kittle und RB Tevin Coleman im Spiel gegen die Seattle Seahawks am vergangenen Spieltag (Daily Huddle berichtete), musste Head Coach Kyle Shanahan COVID19-bedingt auf WR Brandon Aiyuk und Kendrick Bourne sowie LT Trent Williams verzichten. In der 49ers Offense war somit kein einziger Spieler mehr übrig, der im NFC Championship Game 2019 gegen die Packers am Feld stand.

Davante Adams mit neuem Rekord
Die Packers mussten auf die Running Backs Jamaal Williams und A.J. Dillon verzichten. Dafür meldete sich Aaron Jones nach überstandener Wadenverletzung zurück. Und wie. Jones war im Opening Drive ausgiebig involviert, den QB Aaron Rodgers mit einem Touchdown-Pass auf WR Davante Adams vollendete. Die Packers scorten somit im 8. Spiel in Folge gleich mit dem ersten Ballbesitz – als einziges Team der NFL. Für Adams war es der 8. Touchdown in der laufenden Saison, sein 48. seit 2016. Kein anderer WR hat in dem kurzen Vergleichszeitraum mehr am Konto.

Die Antwort der 49ers in der ersten Hälfte? Ein Field Goal sowie eine Interception von Nick Mullens, der dem Pass-Rush von Preston Smith nicht standhielt. Aaron Rodgers hingegen macht dort weiter, wo er aufgehört hat. Kurz vor der Endzone folgte ein Flip auf TE Mercedes Lewis. Spektakulärer war Rodgers dritter Touchdownpass auf WR Marquez Valdes-Scantling: Ein Deep Ball über 52-Yards sorgte für den 21-3 Halbzeitstand in Santa Clara. Im zweiten Durchgang ging es für die Packers munter weiter. MVS trug sich mit einem weiteren Touchdown in die Scoringliste ein und untermauerte seinen Anspruch als WR2 hinter Adams.

49ers Lebenszeichen kam zu spät
Keinen guten Tag erwischte 49ers-Tackle Justin Skule. Der Pass Rush der Packers hatte seine wahre Freude mit dem Ersatzmann von Trent Williams. Bei der Interception in Hälfte eins hatte Skule gegen Preston Smith das Nachsehen. Im dritten Viertel wurde er von Za’Darius Smith zerlegt, der den Ball von Mullens mit einem Forced Fumble eroberte. Glück für Skule, dass der anschließende Drive nur mit einem Field Goal durch Mason Crosby endete. Kleine Sidenote: Davante Adams hatte zu diesem Zeitpunkt 139 Receiving Yards, die gesamte 49ers Offense: 131 Yards Total.

Beim Spielstand von 31-3 für die Packers gab es das erste kleine Lebenszeichen der 49ers. Catch für 47 Yards durch WR Richie James. Sein Big Play war jedoch umsonst, da Packers-LB Ty Summers Nick Mullens bei 4th and 1 kurz vor der Endzone stoppen konnte. Das letzte Viertel brachte nur noch Ergebniskosmetik. Mason Crosby durfte sein zweites Field Goal verwandeln. Richie James, der auffälligste Akteur auf Seite der 49ers, fand nochmals den Weg die Endzone der Packers. James beendete den Abend mit stolzen 9 Receptions für 184 Yards und einem Touchdown.

Den Schlusspunkte der Begegnung setzte 49ers RB Jerick McKinnon mit einem kurzen Rush in die Endzone. Endstand: 34-17. Die Revanche nach der bitteren Niederlage im NFC Championship Game 2019 ist den Packers somit geglückt. San Francisco muss die Saison wohl vorzeitig abhaken.