Die Green Bay Packers ziehen zum zweiten Mal in Folge in das NFC Conference Finale ein. Möglich machte das ein völlig verdienter 32:18 Sieg gegen die L.A. Rams zu Hause am Lambeau Field. Die Nummer eins Defense der Liga ließ 485 Yards zu und blieb deutlich hinter den Erwartungen. QB Aaron Rodgers beendete den Abend mit 296 Passing Yards sowie drei Touchdowns und untermauerte damit seinen MVP-Status.


Die L.A. Rams mussten kurz vor dem Divisional Playoff Game gegen die Green Bay Packers auf WR Cooper Kupp verzichten. Der Slot Receiver war mit 93 Receptions für 974 Yards in der Regular Season die primäre Anspielspielstation von Jared Goff. Ein kräftiger Dämpfer für den Quarterback der Rams, der mit einem PFF QB Season Rating von 70.0 Punkten (Rang 22) bisher enttäuschte und zwischenzeitlich seinen Stammplatz unter Head Coach Sean McVay verloren hat. Aufgrund mangelnder Alternativen – Ersatz-QB John Wolford fiel ebenfalls aus – durfte sich Goff trotz Daumenverletzung der Herausforderung am Lambeau Field stellen. Unter ganz anderen Voraussetzungen startete Aaron Rodgers in die Begegnung. Mit 48 erzielten Touchdowns spielt Vintage-Rodgers auf MVP-Niveau. Ein Quarterback-Duell, in dem die Rangordnung klar geregelt war. Mehr Brisanz versprach eine andere Statistik: Die beste Offense (Packers) traf auf die Nummer 1 Defense der Liga (Rams).

Geballte Offensive-Power der Packers
Das erste Viertel blieb mit jeweils einem Fieldgoal für beide Teams recht ereignislos. Für Superstar DT Aaron Donald, der mit einer Rippenverletzung spielte (Daily Huddle berichtete), war eindeutig zu wenig Feuer im Spiel. Der zweifache „Defensive Player of the Year” sorgte mit einem beherzten Griff in die Face Mask von Packers-Guard Elgton Jenkins für eine 15-Yard Strafe. Aaron Rodgers setzte seinen Drive im zweiten Viertel zügig voran und fand in der Red Zone seinen bevorzugten Wide Receiver – Davante Adams. CB Jalen Ramsey hatte das Nachsehen.

Die Offense der Rams war weiterhin abgemeldet. Seitens der Packers bewies Rodgers einmal mehr seine Abgeklärtheit. In der Red Zone vernaschte der 37-jährige Rams OLB Leonard Floyd mit einem Pump Fake und trabte in die Endzone. Zwischenstand: 16:3. Für Rodgers war es der erste Rushing Touchdown in den Playoffs seit dem Jahr 2011. Was danach folgte ist bekannt: der Super Bowl Titel. Ein zweiter Ring ist für den Veteran-QB das erklärte Ziel. Das wissen auch die Rams, die alles versuchten, um eben das zu verhindern. Ein Touchdown von Rams-WR Van Jefferson trübte Rodgers’ Stimmungsbild kurzzeitig. Das anschließende Field Goal durch Kicker Mason Crosby sorgte für einen 19:10 Halbzeitstand.

Rams greifen in die Trickkiste
Wird die Defense der Rams eine Antwort finden? Sorgt Sean McVay für kreativere Ansätze im Playdesign? Sein Gegenüber, Matt LaFleur, ehemaliger Offensive Coordinator unter McVay und seit zwei Jahren Head Coach der Green Bay Packers, hat sein Team optimal eingestellt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich das Run-Game nochmals stark verbessert. Die Folge: Touchdown durch RB Aaron Jones. Die Nummer eins Defense der Liga wurde ihrem Ruf bis dato nicht gerecht. Die O-Line der Packers dominierte nach Belieben. Die Offense der „Cheeseheads“ erzielte fünf Scores in den ersten fünf Possessions.

Die Antwort der Rams folgte prompt. Wildcat Formation in der Red Zone. Rookie-RB Cam Akers bestätigte seine aufsteigende Form und wühlte sich erfolgreich in die Endzone. Nach einer Two-Point Conversion mit einem erfolgreichen Hook-and-Ladder Trickplay verkürzten die Rams auf 18:25.

Mit fortlaufender Uhr kamen die Packers im größten Eiskasten von Wisconsin ein wenig ins Schwitzen. Ein One-Score-Game. Ein Resultat, das die Dominanz der Packers nicht widerspiegelte. Ein 58-Yard Touchdown-Pass von Rodgers auf WR Allen Lazard sorgte schlussendlich für klare Verhältnisse. Die Packers ziehen mit dem 32:18 Sieg über die Rams ins NFC Conference Finale ein und treffen dort auf den Sieger der Begegnung Tampa Bay Buccaneers vs. New Orleans Saints.