Siebzehn Jahre in der NFL sind genug: Philip Rivers beendet seine Karriere. Der langjährige Quarterback der Chargers verlässt nach nur einem Jahr bei den Indianapolis Colts die NFL-Bühne und freut sich auf eine Karriere als High School Coach.


Philip Rivers wird nicht als Free Agent in die kommende NFL-Saison gehen, sondern seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Nach 16 Saisonen in Kalifornien verbrachte Rivers seine letzte Spielzeit bei den Indianapolis Colts. Der ehemalige Quarterback der NC State University wurde 2004 mit dem 4th Overall Pick von den Chargers gedraftet. Bei den Bolts übernahm er 2006 als Starter und galt fortan als “Iron Man” der NFL. Seit 2006 verpasste der 8-fache Pro Bowler keine Partie und trat inklusive Playoffs in 252 aufeinanderfolgenden Spielen als Starting Quarterback an. Rivers beendet seine Karriere mit 5.277 Completions für 63.440 Passing Yards und 421 Passing Touchdowns – jeweils der fünftbeste Wert der NFL-Geschichte. In acht aufeinanderfolgenden Saisonen warf Rivers für mehr als 4.000 Yards, die drittbeste Serie hinter Drew Brees (12 Saisonen) und Matt Ryan (10 Saisonen).

Einziger Makel an Rivers’ Karriere ist seine Playoff-Bilanz. Der 39-Jährige kommt in 17 Saisonen auf nur 12 Spiele in der Post-Season (5 Siege, 7 Niederlagen). Eine Aufnahme in die “Hall of Fame” sollte dennoch außer Zweifel stehen. Größter Erfolg bleibt die Teilnahme am AFC Championship Game 2007 mit den Chargers. Nach 16 Jahren in San Diego bzw. Los Angeles brach Rivers vor der aktuellen Spielzeit seine Zelte in Kalifornien ab und heuerte für ein Jahr bei den Indianapolis Colts an. Nach einer durchwachsenen Saison (4.169 Passing Yards, 24 Touchdowns und 11 Interceptions) führte Rivers die Colts zwar in die Playoffs. Nach einer 24:27 Niederlage im Wild Card Game gegen die Buffalo Bills war jedoch auch dort frühzeitig Endstation. In Indianapolis wäre man an einer Vertragsverlängerung interessiert gewesen, der Quarterback hat jedoch andere Pläne.

“Heuer ist das erste Jahr, in dem sich ein Karriereende echt anfühlt. In den vergangenen Jahren haben wir darüber gesprochen, aber es nicht getan. Dieses Jahr war das anders. Es scheint nun das Richtige zu sein.” Philip Rivers

Rivers, in Alabama geboren und aufgewachsen, ist strenggläubig. Mit seiner Frau und neun Kindern kehrt er nun in seinen Heimat-Bundesstaat zurück. Langweilig wird dem Quarterback-Pensionisten dort mit Sicherheit nicht. Anstatt die Ruhe zu genießen, freut sich Rivers darauf, künftig im High School Football coachen zu können. Bei den Indianapolis Colts hingegen muss sich General Manager Chris Ballard in der anstehenden Off-Season auf die Suche nach einem neuen Quarterback begeben.