Bei der Preview zum 14. Spieltag der NFL widmen wir uns dem Thema „Kausalität”: Die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Carson Wentz verursachte in dieser Saison 19 Turnover. Gegen die New Orleans Saints (10-2) darf der QB der Philadelphia Eagles (3-8-1) auf der Bank Platz nehmen (Daily Huddle berichtete). Rookie QB Jalen Hurts hätte es bei seinem Debüt im Starting-Line-Up nicht schwerer erwischen können. Die Saints (10-2) sind in der NFC das Maß aller Dinge, neun Spiele in Folge ungeschlagen und bereits fix in den Playoffs. Die D-Line mit David Onyemata, Cam Jordan and Trey Hendrickson dominiert die Line of Scrimmage seit Wochen nach Belieben. Keine guten Vorzeichen für Hurts, hinter der schlechtesten O-Line der Liga.


Zurück in der Realität angekommen sind die Pittsburgh Steelers (11-1), die auf die Buffalo Bills (9-3) treffen. Noch können die Bills nicht fix mit der Post-Season rechnen: „9 Siege könnten heuer zu wenig sein”, sagte QB Josh Allen, der ein wenig Druck von seiner Mannschaft nehmen möchte. Die Steelers möchten nach der Niederlage vom vergangenen Spieltag gegen das Washington Football Team zurück auf die Erfolgsspur. Gelingen soll das mit RB James Conner und C Maurkice Pouncey, die wieder zurück im Kader sind.

Mit Druck umgehen kann Tom Brady. Das hat „The G.O.A.T.” mit seinen 6 Super Bowl Ringen mehrfach bewiesen. Die Tampa Bay Buccaneers (7-5) treffen auf die Minnesota Vikings (6-6), die mit einem starken Kirk Cousins wieder den Playoffs näher kommen. Bei den Bucs stellt sich die Frage, ob Head Coach Bruce Arians die vergangene Bye Week nutzen konnte, um an dem eindimensionalen Spiel seiner Offense zu arbeiten. Die Waffen dafür sind mit Mike Evans, Chris Godwin, Antonio Brown und Rob Gronkowski ohne Frage vorhanden. Und lässt sich Vikings RB Dalvin Cook (1.250 Rushing Yards, 13 Touchdowns) stoppen? Die starke Run-Defense der Bucs (#1 der NFL) hat seit Woche 9 in der Saison 2019 keinen 100-Yard Rusher zugelassen.

Die Begegnung der Arizona Cardinals (6-6) gegen die New York Giants (5-7) ist spannender, als vor wenigen Wochen noch vermutet. Die Cardinals haben vier ihrer letzten fünf Spiele verloren. Die Schulterverletzung von QB Kyler Murray macht sich nach wie vor bemerkbar. Auch WR DeAndre Hopkins spielt aktuell unter den Erwartungen. Ganz anders die Giants. Die führen die NFC East mit fünf Siegen und haben kürzlich Seattle überraschend in die Schranken gewiesen. Bei den “G-Men” steht QB Daniel Jones vor dem Comeback.

Härtester Konkurrent für die Giants im Kampf um die NFC East ist das Washington Football Team (5-7). Das Team von Head Coach Ron Rivera trifft auswärts auf die San Francisco 49ers (5-7). Die Niners mussten sich vergangene Woche den Bills geschlagen geben, während Washington den Steelers den Nimbus der Unbesiegbarkeit genommen hat. Ron Riveras Team wird Starting-RB Antonio Gibson aufgrund einer Zehenverletzung fehlen. Washingtons Prunkstück ist aber ohnehin die Defense: zweitbeste Pass-Defense der NFL, gegen das Laufspiel ebenfalls in den Top-10.

In Runde 14. bekommen die Seattle Seahawks (8-4) den passenden Gegner, um wieder am Selbstvertrauen arbeiten zu können: die New York Jets (0-12). Bei der „Gang Green” wurde kürzlich DC Gregg Williams entlassen (Daily Huddle berichtete). Seattle ist klarer Favorit. Die Offense der Jets zeigte sich mit Jamison Crowder, Denzel Mims und Breshad Perriman zuletzt verbessert. Für das Spiel gegen die „Hawks” fällt Rookie-WR Mims aufgrund eines privaten Zwischenfalls in der Familie aus. Eine rechtzeigte Rückkehr verhindert das umfangreiche COVID-19 Protokoll, das jeder NFL Spieler in diesem Fall durchlaufen muss.

Eine punktereiches Spiel wird in Cincinnati erwartet: Die Bengals (2-9-1) empfangen die Dallas Cowboys (3-8), die im Durchschnitt 32,8 Punkt zuließen. Ebenfalls einige Scores lässt die Begegnung zwischen den Green Bay Packers (9-3) und den Detroit Lions (5-7) vermuten. QB Aaron Rodgers (3.395 Passing Yards, 36 Touchdowns, 4 Interceptions) stehen in der Offense mit WR Davante Adams, WR Allen Lazard, RB Aron Jones und TE Robert Tonyan Jr. alle Anspielstationen zur Verfügung.

Die Indianapolis Colts (8-4) sind am Wochenende zu Gast in Las Vegas. Der Sieg der Raiders (7-5) zuletzt gegen die Jets war mehr als schmeichelhaft, die Secondary ist angreifbar. Insgesamt ließ das Team von Head Coach Jon Gruden in dieser Saison 347 Punkte zu (Rang 28). Im Pass-Rush weht aktuell auch nur ein laues Lüftchen. Philip Rivers, QB der Colts, dürfte genug Zeit bekommen, um seine Würfe zu platzieren. Die Harmonie mit WR-Veteran T.Y. Hilton kommt von Spiel zu Spiel stärker zum Vorschein. Enttäuschend auf Seite der Colts ist nach wie vor das Run-Game, das eigentlich als Fundament im Play-Design von Head Coach Frank Reich gilt.

Auf das Spiel der Woche müssen sich die Fans noch ein wenig gedulden. Am Dienstag (15.12.) empfangen die Cleveland Browns (9-3) die Baltimore Ravens (7-5). Der Kracher in der AFC North. Im gestrigen Thursday Night Game mussten sich die New England Patriots (6-7) den L.A. Rams (9-4) mit 24-3 geschlagen geben. Für den sechsmaligen Super Bowl Champion sind die Playoff-Hoffnungen nach der deutlichen Niederlage wohl endgültig zu Ende. Die Rams übernehmen vorerst die Führung in der NFC West.

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