Der Abschluss der ersten NFL-Runde hatte einen richtige Überraschung zu bieten. Im Monday Night Game setzten sich die Las Vegas Raiders mit 33:27 gegen die Baltimore Ravens durch. Der Krimi wurde erst in der Overtime entschieden, nachdem sich davor die Ereignisse mehrfach überschlugen.


Zu Beginn der Partie standen im Allegiant Stadium von Las Vegas vor allem die Abwehrreihen im Vordergrund. Die Coverage der Ravens um CB Marlon Humphrey machte Derek Carr das Leben schwer. Der Raiders-QB hatte Probleme, seine bevorzugte Anspielstation, TE Darren Waller, zu finden. Von 7 Versuchen zu Beginn fand nur ein Pass sein Ziel. Andere Ziele im Raiders-Passspiel waren quasi nicht vorhanden.

Auf der anderen Seite zeigte sich die Raiders-Defense unter 1st-Year Defensive Coordinator Gus Bradley stark verbessert. In den vergangenen beiden Jahren desolat, stellte die Raiders-Defense eine der explosivsten Offensivreihen laufend vor Probleme. Vor allem der Pass Rush um DE Maxx Crosby hielt Lamar Jackson in Schach. Die Ravens kamen in einer zähen ersten Halbzeit durch einen Lauf von RB Ty’Son Williams sowie einem 10-Yard Pass auf WR Marquise Brown zu zwei Touchdowns. Für Punkte auf Seiten der Raiders sorgten RB Josh Jacobs und Kicker Daniel Carlson. Pausenstand 14:10.

Krimi ab dem vierten Abschnitt

Ein Field Goal von Ravens-Kicker Justin Tucker ausgenommen verlief das dritte Viertel unspektakulär. Im Gegensatz zu dem, was danach folgen sollte. Den Schlagabtausch leitete ein Fumble von Lamar Jackson ein. Raiders-DT Quinton Jefferson schlug Jackson bei einem Laufversuch den Ball aus der Hand. RB Josh Jacobs nutzte den Turnover und lief zum zweiten Mal in die Endzone. Die Antwort der Raiders? Ein Drive mit 6 Plays und einem Touchdown-Run durch Neuverpflichtung Latavius Murray. Bei den Raiders funktionierte daraufhin die Carr-Waller-Connection besser. Der TE (19 Targets, 10 Catches, 105 Yards) stellte mit einem Touchdown den neuerlichen Ausgleich her.

Ein Field Goal von Justin Tucker brachte die Ravens kurz vor Spielende erneut in Führung. Den Raiders bleiben 37 Sekunden auf der Uhr, keine Timeouts. Zwei tiefe Pässe durch die Mitte von Carr auf WR Bryan Edwards später behielt Raiders-Kicker Carlson aus 55 Yards die Nerven. Ausgleich zum 27:27, Overtime.

Stoßgebet von Derek Carr zum Abschluss

Dort schienen die Raiders nach gewonnenem Münzwurf früh als Sieger vom Platz zu gehen. Ein vermeintlicher Touchdown von Bryan Edwards wurde jedoch revidiert.

Drei Plays später warf Carr eine Interception in die Arme von Ravens-Cornerback Anthony Averett. Kapital aus dem Turnover konnten die Ravens jedoch nicht schlagen. Raiders-DE Carl Nassib sorgte im anschließenden Drive für das zweite Jackson-Fumble. Nach einem kurzen Stoßgebet gen Himmel und zwei weiteren Plays warf Derek Carr den entscheidenden Touchdown-Pass auf WR Zay Jones. Entstand des Thrillers: Raiders 33, Ravens 27. Weitere Gebete vom streng gläubigen Christen Derek Carr nicht ausgeschlossen.