Preview AFC North/ Baltimore Ravens:

Der Hype ist ungebrochen. Die Baltimore Ravens zählen nach den Chiefs zu den heißesten Anwärtern auf den Super Bowl Titel. Laut CBS-Berichterstattung blickt das Team von HC John Harbaugh auf den leichtesten Spielplan der Liga. Die Ravens treffen dabei u.a. auf Division-Rivale Cincinnati Bengals (2 x), die Jacksonville Jaguars und das Washington Football Team, die das Schlusslicht im NFL Powerranking bilden. Das Team rund um Star QB Lamar Jackson bietet kaum Schwächen, einzig die WR-Group ist mit Miles Boykin, Willi Snead IV und Marquise Brown, dem Leading-Receiver mit 584 Yards, ausbaufähig. Die Offense wurde im diesjährigen Draft mit J.K. Dobbins (Pick 55) von Ohio State und Slot-Receiver Devin Duvernay (Pick 92) von der University of Texas verstärkt. Mit breiter Brust in die neue Saison geht TE Mark Andrews, der sich mit 64 Receptions, 852 Yards und 10 TDs zu Lamar Jacksons bevorzugtem End-Zone-Target entwickelte. Veteran RB Mark Ingram wird heuer wohl weniger Einsatzzeit bekommen, ist aber nach wie vor im Backfield brandgefährlich. Die starke O-Line der Ravens wird wieder für die notwendigen Freiräume sorgen. Allein QB Speedster Jackson blickt auf eine Saison mit 1.206 Rushing Yards. Auf das vielseitige Laufspiel konnten sich die Gegner nicht einstellen. Auch bei den erfolgreich gestalteten 4th-Down Versuchen sind die Ravens Spitzenreiter. Mut, der in vielen Fällen belohnt wurde:

Defense gewinnt an Speed und Stärke
In der Defense der Ravens gab es in der Off-Season viel Bewegung. Mit Calais Campbell (Jaguars) und Derek Wolfe (Broncos) wurde die D-Line mit bekannten Größen verstärkt. Beide zusammen blicken auf eine NFL Karriere mit insgesamt 121 Sacks. Dazu gesellt sich DT Justin Madubuike aus dem Draft (Pick 71). Nachholbedarf herrschte auf der Position des Linebackers, obwohl Matthew Juden mit 9,5 Sacks zu überzeugen wusste. Die Lücke von C.J. Mosley, der 2019 zu den New York Jets abwanderte, soll Patrick Queen schließen. Der First-Round Pick der Ravens besticht mit seiner Vielseitigkeit. In der Coverage oder beim Stoppen des Laufspiels. Im LSU National Championship Game wurde er zum „Defensive Most Valuable Player” gewählt.

Mit Marcus Peters haben die Ravens einen der besten CBs in ihren Reihen. Seit seinem NFL Debüt im Jahr 2015 verbuchte der 27-jährige ebenso viele Interceptions. Die Secondary zählt in puncto Qualität und Tiefe zur absoluten Elite. DC Don Martindale kann mit Marlon Humphrey, Jimmy Smith, Chuck Clark und Tavon Young, der die gesamte Saison 2019 verletzungsbedingt verpasste, aus den Vollen schöpfen. Die Entlassung von Star-Safety Earl Thomas, der sich neben einer Auseinandersetzung mit Clark weitere Fehltritte erlaubte, sorgte im Trainingscamp der Ravens zwischenzeitlich für Unruhe. „Dieses Kapitel ist abgehakt. Unsere Defense hat an den richtigen Stellen an Schnelligkeit gewonnen, die D-Line ist zudem physisch stärker geworden”, ist Martindale für den Auftakt gegen die Browns zuversichtlich.

Tipp der Redaktion: Platz 1 AFC North