Green Bay Packers vs. Tampa Bay Buccaneers (10-38). Aaron Rodgers verliert das mit Hochspannung erwartete Duell gegen Tom Brady. Die Bucs stehen damit bei 4-2 und liegen an der Spitze der NFC South.

Spieltag 6. Green Bay Packers gegen die Tampa Bay Buccaneers. Wenn Aaron Rodgers auf Tom Brady trifft, heißt es in Übersee: Es ist Zeit für „Americas Game of the Week“. Nach absolvierter Bye Week sind die Packers frisch erholt in Florida gelandet. Mit einer 4-0 Saisonbilanz im Gepäck. Einem wiedergenesenen Davante Adams. Einem Aaron Rodgers, der bisher 13 Touchdowns erzielte und noch keine Interception zu verantworten hat. Letzteres sollte sich rasch ändern.

King Rodgers mit erster Interception seit 2017 
Es war ein stürmischer Beginn im „Sunshine State“. Nicht von den Packers oder Buccaneers, sondern die eine oder andere Windböe machte sich im Raymond James Stadium bemerkbar. Mason Crosby, der Kicker der „Cheeseheads“, ließ sich davon nicht beirren und sorgte im ersten Drive für drei Punkte am Board. Danach übernahm Tom Brady, der es nicht zum First Down schaffte, aber immerhin wusste, dass es sich dabei um den vierten Versuch handelte (Stimmt, da war doch etwas: Rückblick).

Sein Gegenüber machte es zu Beginn besser. Nachdem ein Rushing Touchdown von Rodgers aberkannt wurde – die Gründe dafür sind wohl nur den Referees selbst bekannt – übernahm RB Aaron Jones den Part mit einem kurzen Lauf in die Endzone und erhöhte auf 10-0 für die Packers. Die Antwort von Tom Brady? Die kam nicht. War auch nicht notwendig. Denn im zweiten Viertel sorgte Rodgers gleich für zwei Interceptions, eine davon endete mit einem Pick 6 durch Cornerback Jamel Dean.

Brady und Gronk: Ziemlich beste Freunde
Die Defense der Tampa Bay Buccaneers hat damit in fünf aufeinanderfolgenden Spielen mindestens eine Interception erzielt. Gegen den Run ist die Defense von Head Coach Bruce Arians ohnehin eine Macht (Rang 1 in der NFL). Der Ausfall von DT Vita Vea machte sich kaum bemerkbar. Ein Rushing Touchdown durch RB Ronald Jones sorgte für die 14-10 Führung der Bucs. Der 6-fache Super Bowl Champion hatte zu diesem Zeitpunkt 25 Passing Yards erzielt. Die Statistik besserte sich für den 43-jährigen All-Time-Leading Passer (76.112 Yards, 555 TD) im Laufe des Spiels. Noch vor der Halbzeit ermöglichte Brady dem Rookie WR Tyler Johnson seinen ersten Touchdown in der NFL. Im medialen Interesse stand ein anderer. Rob Gronkowski, der sich erst kürzlich ausschließlich als Blocking Tight End bei den Bucs gesehen hat, trug sich mit einem 12-Yards-Catch in die Scoringliste ein. Sein insgesamt 91 Karriere-Touchdown. Halbzeitstand: 28-10.

Rhythmisch ging es in Hälfte zwei weiter. Zumindest zwischen Brady und Gronk, der an diesem Abend 5 Receptions für 78 Yards abspulte. Nach einem weiteren Touchdown von Ronald Jones, der im dritten Spiel in Folge die 100 Yards Rushing Yards knackte, verwaltete Brady mit einem verstärkten Einsatz des Laufspiels gekonnt die Uhr. Wer sehnsüchtig auf Big-Plays von King Rodgers wartete, wurde bitter enttäuscht. Seine Stats waren unterirdisch (16 von 35 Pässen für 160 Yards, 2 INT, O TD), seine O-Line löchrig wie selten zuvor in dieser Saison. „So möchte man nicht verlieren. Vielleicht ist diese Niederlage ein Weckruf für uns alle”, sagte der 36-jährige. Die Green Bay Packers verlieren damit das vierte Jahr in Folge ihr Spiel nach der Bye Week.