Die Los Angeles Rams und Detroit Lions einigten sich auf einen Blockbuster-Deal: Matthew Stafford (Lions) und Jared Goff (Rams) tauschen zukünftig die Pocket. Die L.A. Rams schicken dazu noch einen Third-Round-Pick 2021 sowie zwei First-Round Picks für 2022 und 2023 nach Detroit.


Nach der Niederlage der Rams gegen die Packers in der Divisionsrunde der Playoffs 2020 kamen immer mehr QB-Gerüchte auf. Im Kern dieser drehte es sich um Jared Goff, der bei seinem Head Coach Sean McVay jeglichen Kredit verspielte. Seit dem Erreichen des Super Bowls im Jahr 2018 mit 4.688 Passing Yards, 32 Touchdowns und 12 Interceptions zeigte die Leistungskurve des ehemaligen First Overall Picks von 2016 deutlich nach unten. Mit den Detroit Lions fanden die Rams den passenden Trade-Partner. Auf den ersten Blick mussten die Rams kräftig die Hose runterlassen: Zwei First-Rounder sowie ein Third-Rounder für den in Kürze 33-jährigen Stafford ist eine Hausnummer. Außer Frage steht, wenn Stafford gesund bleibt, besitzt der Gunslinger der alten Schule schlagkräftige Argumente (Daily Huddle berichtete).

L.A. Rams gehen All-In
Bei genauerer Betrachtung handelt es sich um eine Win-Win-Situation. Die Detroit Lions befinden sich im totalen Umbruch, was auch der Sechsjahresvertrag des neuen HC Dan Campbell unterstreicht. Die weiteren Picks für Stafford waren laut NFL Insidern das erklärte Ziel von Campbell. Und falls das Projekt mit Goff scheitert, steht den Lions genug Draft-Kapital zur Verfügung, um andere Wege zu bestreiten. Als kosteneffizient wird der Trade nicht gehandelt: Der Vertrag von Goff wird vorerst mit 25,6 Millionen Jahresgehalt für kommende Saison übernommen. Zudem sorgt der Verkauf von Stafford für rund 20 Millionen US-Dollar an “Dead-Money”.

Für die Rams riecht es nach einem weiteren All-In. Ganz nach der Devise: Das Super Bowl Fenster ist eng, und First-Round-Picks werden überbewertet: Rams-GM Les Snead steht seit dem Jahr 2017 ohne einen First-Round-Pick da. Das Vertrauen in Stafford ist groß, der die Saison mit einem PFF Grade von 82.0 abschließen konnte (Rang 13). Das erklärte Ziel: Mit den Rams soll es für Stafford erstmals für ein Playoff-Sieg reichen. Nach dem Blockbuster-Trade nimmt das Quarterback-Karussell immer mehr Fahrt auf (Daily Huddle berichtete). Im medialen Fokus ist weiterhin der Passing Leader der NFL: Deshaun Watson (Houston Texans).