Die junge NFL-Saison hat ihre erste Trainerentlassung. Nicht Adam Gase, nicht Matt Patricia, sondern Bill O’Brien muss seinen Trainerstuhl bei den Houston Texans räumen und ist ab sofort nicht mehr Head Coach und General Manager der Houston Texans.

Ein Move, den sich viele Texans-Fans bereits in der Off-Season gewünscht hatten, nachdem O’Brien mit einigen fragwürdigen Entscheidungen versucht hat, das Team umzubauen. Besonders der Trade von DeAndre Hopkins zu den Arizona Cardinals und die Verpflichtung von Running Back David Johnson haben in- und außerhalb von Houston für Kopfschütteln gesorgt. Nicht der einzige kontroversielle Trade. Bereits 2019 wurde Left Tackle Laremy Tunsil für mehrere 1st-Round Draft Picks von den Miami Dolphins geholt. Ein Trade, der das Team finanziell ordentlich eingeschränkt hat. O’Briens Umbau der Texans-Offense blieb erfolglos. Die Texans stehen bei 0-4, konnten in keinem der vier Saisonspiele mehr als 23 Punkte erzielen, haben außerdem das schlechteste Rungame der Liga. Umgekehrt lassen die J.J. Watt und Co. die meisten Rushing Yards der Liga zu. Generell fehlt ordentlich Speed in der Defense.

Bill O’Briens Entlassung nach mehr als sechs Jahren und vier AFC South Division Titles war wohl unausweichlich. Die Coaching-Agenden wird vorerst der bisherige Assistant Head Coach Romeo Crenell übernehmen. Der 73-Jährige hat selbst Erfahrung als Head Coach bei den Cleveland Browns und Kansas City Chiefs. Während die Texans nach dem enttäuschenden Start die Reißleine zogen, blickt man anderswo neidisch nach Houston: