Die Minnesota Vikings (4-5) bezwingen zum Abschluss des 10. Spieltags die Chicago Bears (5-5) mit 19-13. Das Team von Vikings Head Coach Mike Zimmer gibt damit in der NFC North ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Bei den Bears dagegen geht der Selbstfindungstrip munter weiter. QB Nick Foles verletzte sich kurz vor Schluss schwer.


In der Metropole am Michigansee ziehen dunkle Wolken auf. Nach der vierten Niederlage in Folge sind die Chicago Bears in der Realität angekommen. In der Offense von Head Coach Matt Nagy weht derzeit nicht mehr als ein laues Lüftchen. Quarterback Nick Foles dürfte seinen Credit verspielt haben. 15 seiner 26 Passversuche trafen das Ziel. Raumgewinn: 106 Yards. Dazu gab es eine Interception durch Vikings Defensive Back Harrison Smith. Zeit in der Bears-Pocket war vorhanden. Der Pass-Rush der Vikings musste ohne Danielle Hunter, Yannick Ngakoue und Everson Griffen auskommen. Potenzial, das ungenutzt blieb. Die Rufe nach Mitch Trubisky werden lauter. Der First-Rounder aus dem Draft von 2017 wurde jedoch nicht ohne Grund nach dem 3. Spieltag „gebenched”. Matt Nagy betonte damals: „Nichts davon ist persönlich. Nicks Stärke ist seine Erfahrung. Mitchs Stärke ist, dass er wächst …” Ob sich Trubiksy weiterentwickelt werden wir in Kürze sehen, da sich Foles kurz vor Ende des Spiels verletzt hat (Update folgt). Eine Langzeitlösung sieht jedoch anders aus.

Das Passspiel ist nicht das einzige Problem bei den Bears. Ein intaktes Run-Game sieht auch anders aus. Nach dem Ausfall von David Montgomery erhielt Cordarrelle Patterson mehr Touches, der in der zweiten Halbzeit mit einem 104 Yards Kick Return für das „Play of the Game“ sorgte.

Cousins Fluch geht zu Ende
Bei den Minnesota Vikings bewies Kirk Cousins, dass er auf großer Bühne glänzen kann. Die letzten neun Monday Night Games gingen für den 32-jährigen allesamt verloren. Nicht dieses Mal. Gegen die Bears konnte der Veteran-Quarterback gegen eine starke Front-Seven überzeugen. Diese sorgte unter anderem dafür, dass bei den Vikings eine beeindruckende Serie zu Ende ging: Dalvin Cook ist der 6 Spieler in der NFL Geschichte mit 7 Rushing Touchdowns in Folge. Zuletzt schaffte dieses Kunstwerk HOF Emmitt Smith im Jahr 1994. Gegen die Bears kam im NFC North Kracher kein TD hinzu. Trotz 30 Versuchen, die immerhin für einen Raumgewinn von 96 Yards sorgten. Funktioniert Plan A nicht, muss es B richten. Rookie WR Justin Jefferson erzielte 8 Receptions für 135 Yards. Die Verlässlichkeit in Person war Adam Thielen, der zwei Touchdowns beisteuerte:

Mit dem Sieg über die Bears lebt die Chance für die Playoffs weiter. Was für die Vikings spricht? Die kommenden Match-ups. Mit den Dallas Cowboys (2-7), Carolina Panthers (3-7) und Jacksonville Jaguars (1-8) stehen machbare Aufgaben am Programm.