…the Jacksonville Jaguars select Trevor Lawrence, Quarterback, Clemson. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung, wenn in der Nacht auf morgen (2:00 MESZ) der 86. NFL-Draft in Cleveland, Ohio startet. Auch der zweite und dritte Pick im heurigen Auswahlverfahren der College-Spieler gelten als “Safe Bet”. Erst ab Position 4 bei den Atlanta Falcons dürfte der Draft so richtig losgehen.


Die Jacksonville Jaguars halten als schlechtestes Team der Vorsaison den First Overall Pick im 2021 Draft. Dass die Auswahl auf Clemson-Quarterback Trevor Lawrence fallen wird, ist so sicher wie das Amen im Gebet. Der 21-Jährige gilt als “Generational Player” und größtes Talent auf seiner Position seit Andrew Luck. An zweiter Stelle treffen die New York Jets ihre Auswahl. Dies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Zach Wilson sein. Der Quarterback der BYU Cougars wusste vor allem bei seinem Pro Day vor etwa einem Monat zu überzeugen. Den dritten Pick halten die San Francisco 49ers, die eigentlich erst an Position 12 an der Reihe gewesen wären. Dank eines Blockbuster-Trades sicherten sich die Niners Pick 3 von den Miami Dolphins, um höchstwahrscheinlich ebenfalls einen Franchise-Quarterback zu draften. Alles andere würde keinen Sinn machen, nachdem drei First-Rounder (2021, 2022 und 2023) sowie ein 3rd Rounder (2021) nach Miami wanderten.  Glaubt man den Buchmachern und Gerüchten aus der Bay Area, fällt die Wahl auf Mac Jones von der University of Alabama.

Rennen um die Quarterbacks?
Spannend wird es dann ab Pick 4, der aktuell bei den Atlanta Falcons liegt. Die Falcons haben die Qual der Wahl zwischen TE Kyle Pitts (Florida), WR Jamarr Chase (LSU) und Tackle Penei Sewell (Oregon), die jeweils als Blue Chip Player gelten. Oder einem Trade nach unten. Mit Justin Fields (Ohio State) und Trey Lance (North Dakota State) hat der Draft zwei weitere Signal Caller zu bieten, die als potentielle Franchise-Quarterbacks gesehen werden. Gut möglich also, dass sich Teams der vorderen Hälfte des Drafts einen der beiden sichern wollen und dafür nach oben traden. Die meisten Mock Drafts erwarten fünf Quarterbacks in den Top12.

Hochtalentierte Wide Receiver und Cornerbacks
Eine ähnlich große Nachfrage dürfte es erneut bei den Passfängern geben. Die Wide Receiver Class um Chase, “Heisman Trophy” Gewinner Devonta Smith und Jaylen Waddle (beide Alabama), Rashod Bateman (Minnesota), Elijah Moore (Ole Miss) und Co. könnte dem Rekord-Jahrgang 2020 Konkurrenz machen. Im vergangenen Jahr wurden ganze 13 Wideouts in den ersten beiden Runden ausgewählt. Nicht minder talentiert sind die diesjährigen Cornerbacks. Patrick Surtain II (Alabama), Jaycee Horn (South Carolina), Caleb Farley (Virginia Tech), Greg Newsome (Northwestern) und Asante Samuel Jr. (Florida State) sollten allesamt ihren Namen schon am ersten Drafttag hören.

Eagles mit den meisten, Seahawks mit den wenigsten Picks
Das Spektakel wird wie gewohnt drei Tage andauern. Nach Runde 1 am ersten Tag folgen die Runden 2 und 3 am Freitag sowie zum Abschluss die Runden 4 bis 7 am Samstag. Mit den Jacksonville Jaguars, New York Jets, Miami Dolphins und Baltimore Ravens freuen sich gleich vier Teams über zwei Picks in der ersten Runde. Die Houston Texans, Seattle Seahawks, L.A. Rams und Kansas City Chiefs müssen sich – weitere Trades vorbehalten – zumindest bis zum zweiten Tag gedulden. Die Seahawks halten im gesamten Draft die wenigsten Picks (3), die Philadelphia Eagles die meisten (11).

Aufgrund der Corona-Pandemie fand der letztjährige Draft ausschließlich virtuell statt. Zumindest 58 Prospects sind bei der heurigen Veranstaltung live vor Ort. Außerdem werden unter strengen Auflagen pro Tag etwa 50.000 Fans in Cleveland erwartet. NFL-Commissioner Roger Goodell darf die obligatorischen Buhrufe in seine Richtung also nach einem Jahr Pause wieder live entgegennehmen.